Geld-Vorurteil #7: Aktien sind gefährlich

Gabriela Fink
Veröffentlicht vor 1 Woche 7 Likes 5 min. Lesezeit
Impulse
Mann ist ängstlich - sind Aktien wirklich gefährlich? Vorurteil auflösen

Wir nutzen minütlich Produkte von börsennotierten Unternehmen. Das beginnt schon in der Früh bei der Zahnpasta. All die großen Unternehmen der Welt geben Millionen von Menschen Arbeit. Warum sich also nicht – unter Inkaufnahme der höheren Risiken – an diesen Firmen beteiligen und somit an den Ideen und den Umsätzen anderer teilhaben? Wie man das Vorurteil, dass Aktien gefährlich sind, entkräften kann, wenn man diese richtig einsetzt, erfährst du hier!

Dass Aktien gefährlich sind, ist als fixer Glaubenssatz bei vielen verankert. Wir haben einige spannende – und möglicherweise neue – Blickwinkel auf Aktien hier für dich zusammengefasst:

1. Unternehmertum riskanter als Aktien

Ein Unternehmer ist überfordert - sind Aktien wirklich gefährlich?

Als Unternehmer hast du nur dieses eine Unternehmen, auf das du bauen kannst. Ein Fonds ist jedoch breit gestreut, er investiert stets in mehrere Unternehmen. Wenn du nun in Aktienfonds investierst, teilst du dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen auf. Das heißt, mögliche Misswirtschaft von dem einen oder anderen Unternehmen hat auf das gesamte Aktienportfolio geringere Auswirkungen. In von professionellen Experten gemanagten Aktienfonds zu investieren, die über den Markt Bescheid wissen und jederzeit notfalls Handlungsschritte setzen können, ist also weniger riskant, als sein Kapital in nur ein Unternehmen zu investieren. Im Gegenzug dafür darfst du nicht erwarten, Gewinne zu lukrieren, wie wenn du als Einzelinvestment in einen „Highflyer“ investiert bist.

2. Mehrere Unternehmen sicherer als eines

Als Unternehmer hast du nur dieses eine Unternehmen, auf das du bauen kannst. Ein Fonds ist jedoch so breit gestreut, dass er stets in mehrere Unternehmen investiert. Wenn du nun in Aktienfonds investierst, teilst du dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen auf. Das heißt, mögliche Verluste von dem ein oder anderen Unternehmen werden leichter aufgewogen. In von professionellen Experten gemanagten Aktienfonds zu investieren, die über den Markt Bescheid wissen und jederzeit notfalls Handlungsschritte setzen können, ist also weniger riskant, als sein Kapital in nur ein Unternehmen zu investieren.

3. 100 % Unternehmer – nur ein Bruchteil Aktien

Fonds in Tortengrafik - werden auf viele Unternehmen gestreut

Wenn du Unternehmer bist, bist du dies zu 100 % – mit allen Risiken. Du musst es führen, neue Ideen entwickeln, deine Mitarbeiter führen und motivieren, auf die Umsatzzahlen reagieren. Du bist die ganze Zeit unternehmerisch tätig – und das über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg. Wenn du dir einen Aktienfonds mit nur einem Teil deines Ersparten kaufst, musst du nichts weiter tun, außer den Fonds zu erwerben und von professionellen Fondsmanagern verwalten zu lassen.

Am besten du behältst einen Aktienfonds länger (über 10 bis 15 Jahre). Auch erfolgreiche Unternehmen entwickeln sich im Normalfall über Jahrzehnte. Und natürlich empfiehlt es sich, nur jenes Geld anzulegen, das man in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht benötigt.

4. Gute und schlechte Jahre

Ein Landwirt am Feld, der auf mehrere Sorten setzt: Wie bei den Aktien ist eine gute Streuung wichtig

Natürlich gibt es auch schlechte Phasen. Die meisten Branchen kennen diese Ups and Downs. Unternehmen entwickeln sich grundsätzlich nicht linear, also Jahr für Jahr gleich gut. Auch in der Landwirtschaft – in der man besonders Kräften von außen ausgesetzt ist – gibt es gute und schlechte Ertragsjahre. Jedoch verkauft der Landwirt bzw. der Unternehmer sein Unternehmen nicht, wenn er ein schlechteres Jahr durchlebt. Sondern er versucht, sein Angebot zu erweitern, auf mehrere Sorten zu streuen. So kann es auch ratsam sein, als Aktionär auf die nächste Hochphase zu warten, die das Tief wieder ausmerzen kann. Wichtig ist zu wissen, dass am Kapitalmarkt Schwankungen dazugehören und dass man sich nicht von jeder Tagesmeldung verunsichern lässt. Nach jedem Hoch kommt ein Tief und umgekehrt.

5. “Sichere” Anleihen

Früher galten Anleihen als sicherer Hafen für AnlegerInnen und Anleger mit geringerem Risikoprofil. Negative Verzinsung von Staatsanleihen: Heute bezahlen Anleger eine “Prämie”, damit sie dem Staat Geld borgen “dürfen”. Kalkuliert man die Inflation hinzu, führt dies zu einem Kaufkraftverlust. Lies dazu auch hier: Anleger zahlen, um Österreich Geld borgen zu dürfen.

6. Immer wieder Aktien zukaufen

50 Euro zu sehen in einer Hand

Hier bietet sich das Fondssparen an: Es werden regelmäßig (z. B. monatlich) Fonds mit kleinen Beträgen zugekauft, so ist keine größere einmalige Investition nötig. Fondssparen ist schon ab 50,– Euro möglich.

Immer mehr AnlegerInnen wollen bei ihren finanziellen Entscheidungen auch Verantwortung für Umwelt, Soziales und nachhaltige Unternehmensführung übernehmen. Die Raiffeisenfonds-Nachhaltigkeitspalette bietet für diese Anleger eine große Auswahl: rcm.at/FondsFinder.

7. Die Dosis macht´s

Besitzt man als gute Basis Finanzinstrumente wie Versicherungen und Sparbücher, kann ein geringer Teil der Ersparnisse – der in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht benötigt wird – in Aktien investiert werden. Wie hoch dieser Anteil ist, muss jeder Anleger individuell für sich selbst entscheiden. Besser noch: Um den passenden Aktienfonds und die passende Dosierung zu finden, ist eine gute fachliche Beratung hilfreich.

Auch wenn auf die Risiken bei Investments in Aktien hingewiesen werden muss, da hohe Schwankungen und bis hin zu Kapitalverlusten eintreten können, können Aktien als langfristiges Investment und Beimischung eine sinnvolle Ergänzung deiner Geldanlage sein.

Hier kannst du reinschauen, wenn du wissen möchtest, wo dir überall Aktien im Alltag begegnen: zum Video.


Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: November 2021

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Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

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