Finanzielle Freiheit – unerfüllbarer Traum oder gelebte Realität?

Sandra Szigeth-Popp
Veröffentlicht vor 8 Monaten 1 Likes 6 min. Lesezeit
Impulse
Jemand liegt im Zelt am Meer und betrachtet den Sonnenaufgang - eine Art seine finanzielle Freiheit zu genießen.

Mit dem VW-Bus durch Europa gondeln. Die Wintermonate im Süden verbringen. Die immer wieder verschobene Ausbildung absolvieren. Oder einfach nur nach Lust und Laune in den Tag hineinleben. Finanzielle Freiheit – ein Traum, den viele von uns im Herzen tragen.

Mann sitzt gelangweilt beim Bürotisch.

Monat für Monat, Jahr für Jahr die gleiche Routine, um dann mit 65 Jahren in den Ruhestand zu treten, klingt für viele wenig verlockend. Es wäre doch fabelhaft, schon früher den Job an den Nagel zu hängen und das tun zu können, wonach einem gerade ist. Ist das machbar? Wir denken: Ja!

Welche Entscheidungen du dazu treffen solltest und was du tun kannst, um deinen Traum realisieren zu können, liest du im folgenden Beitrag.

Was versteht man unter finanzieller Freiheit?

Mit seinen eigenen finanziellen Mitteln seinen Lebensunterhalt bestreiten. Nicht auf ein Arbeitseinkommen angewiesen sein.

So oder ähnlich könnte die Definition der finanziellen Freiheit lauten.

Zu arbeiten, weil es einem Spaß macht und nicht weil man muss. Die Bedingungen selbst bestimmen, ob und wie man Geld verdient.

Finanzielle Freiheit – eine Grundsatzentscheidung

Um finanzielle Freiheit zu erreichen, ist es wichtig, sich bewusst dafür zu entscheiden. Man muss bereit sein, die Konsequenzen dieser Entscheidung zu tragen.

Mann zählt Kleingeld um sich Traum der finanziellen Freitheit zu verwirklichen.
  • Macht es dir Spaß zu sparen, indem du verzichtest bzw. dich mit “weniger” begnügst? Du legst Wege gerne mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem 15 Jahre alten Auto zurück? Bevorzugst du die günstige Unterkunft gegenüber dem 4-Sterne-Hotel? Liebst du es, Dinge zu reparieren, gebraucht zu kaufen oder sie im besten Falle ganz wegzulassen?
  • Spornt es dich an, viel Zeit und Energie zu investieren, um dein Vermögen aufzubauen? Zum Beispiel indem du dir zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten aufbaust – Stichwort: passives Einkommen?

Aktives Einkommen ist an den Faktor Zeit gekoppelt. Du bekommst Geld, wenn du Zeit investierst. Beim passiven Einkommen spielt der Faktor Arbeitszeit langfristig eine untergeordnete Rolle. Du bringst dich anfänglich mit viel Energie ein bzw. einem höheren Kapitaleinsatz und in der Folge generierst du mit weniger Aufwand Einkünfte. Beispiele dafür sind u. a. Erträge aus Geldanlagen, Tantiemen, Mieteinnahmen, Einkünfte aus digitalen Informationsmedien wie e-books etc.

Die Antworten auf diese und ähnliche Fragen bilden die Grundlage, ob finanzielle Freiheit das passende Ziel für dich ist.

Wieviel Vermögen ist nötig für die finanzielle Freiheit?

Sind es 300.000,– oder 500.000,– Euro? Oder ist vielleicht 1 Million Euro nötig?

Du findest im Netz jede Menge Tools, um zu berechnen, wieviel Geld du am Tag X angesammelt haben solltest. Unsere Meinung dazu ist allerdings: Es ist nur schwer kalkulierbar, wieviel Kapital du benötigen wirst und wie hoch deine Sparleistung sein soll. Zu viele Komponenten spielen hier mit. Überlege dir deshalb u. a. vorab:

  • Wieviel Vorlaufzeit nimmst du dir, um dir den Traum der finanziellen Freiheit zu verwirklichen?
  • Für welchen Zeitraum soll das Kapital reichen? Bis zur staatlichen Pension oder länger?
  • Soll das Kapital langfristig erhalten bleiben oder wird es aufgebraucht?
  • Wie sehen deine Einkünfte bis zum Erreichen deiner finanziellen Freiheit aus?
  • Wie die familiäre Situation z. B. zum Zeitpunkt des Ruhestandes? Für wie viele Personen soll dann gesorgt werden?
  • Wie entwickelt sich deine Geldanlage?
  • Wie könnten sich deine Ausgaben im Laufe der Zeit verändern? Kosten für Gesundheit sind hier von Bedeutung und die Inflation ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

12 Tipps, die dich deiner finanziellen Freiheit näherbringen

  1. Spare so viel du kannst – mache Sparen zu deinem Hobby, zu einer Challenge
  2. Spare zu Monatsbeginn – nach dem Motto:

“Was nach dem Sparen übrigbleibt ausgeben – nicht sparen, was nach dem Ausgeben über ist!”

Ein Mann repariert ein Fahrrad.
  1. Führe einen detaillierten Haushaltsplan
  2. Verzichte ganz bewusst auf materielle Dinge, die du nicht unbedingt brauchst – Minimalismus vor Materialismus
  3. Kaufe wenn möglich gebraucht und nicht neu
  4. Repariere Dinge, anstatt sie gleich wegzuwerfen
  5. Nutze deine Kreativität (und das Internet) für Upcycling
  6. Durchstöbere Flohmärkte, nutze das Netz für billige bzw. geschenkte Dinge (z. B. Ebay-Kleinanzeigen, Facebook-Gruppen, …)
  7. Teile Gegenstände mit anderen, wie z. B. das Auto oder die Waschmaschine
  8. Mache Dinge, die du selbst nicht mehr benötigst, zu Geld. Auch funktionierende Einzelteile von kaputten Geräten finden Abnehmerinnen oder Abnehmer*.
  9. Überprüfe in Abständen deine regelmäßigen Ausgaben und wechsle gegebenenfalls den Stromanbieter bzw. Handytarif.
  10. Generiere zusätzliches Einkommen durch weitere Beschäftigungen oder passives Einkommen (dazu findest du unzählige Ideen für jedwede Talente im Internet).

Die passenden Veranlagungen

Einerseits gilt es, so viel wie möglich zu sparen. Andererseits solltest du dich um Veranlagungen kümmern, die dir langfristig – passend zu deinen persönlichen Ertrags- und Risikovorstellungen – höchstmögliche Ertragschancen bieten.

Eine Langzeitstudie der Credit Suisse hat ergeben, dass Aktien gegenüber anderen Veranlagungsformen historisch langfristig einen höheren Ertrag erzielt haben. Genaueres dazu kannst du im Artikel Langzeitstudie: Aktien sind anderen Assets überlegen auf Fonds professionell nachlesen.

Ob Aktien oder Fonds mit Aktien (mit unterschiedlicher Gewichtung) eine für dich passende Geldanlage darstellen, ist eine individuelle Entscheidung. Denn neben dem Vorteil höherer Ertragschancen birgt ein Investment in Aktien natürlich die Risiken, die der Kapitalmarkt mit sich bringt – bis hin zu möglichen Kapitalverlusten. Der Fondsfinder bietet dir die Möglichkeit, dir ein Bild über verschiedene Fondsveranlagungen zu machen, und unterstützt dich, passende Investments für dich zu finden.

Nachdem es sich beim Veranlagen für die finanzielle Freiheit (auch) um eine regelmäßige Geldanlage handelt, empfiehlt sich dafür Fondssparen. Viele hilfreiche Informationen dazu liest du am besten in unserem Beitrag Möchten auch Sie sich Ihre Wünsche mittels Fondssparen erfüllen? nach. Vergiss dabei nicht, das Thema Inflation zu berücksichtigen!

Der Weg ist das Ziel

Entscheidest du dich frühzeitig für deine finanzielle Freiheit und planst sie gut, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, sie zu erreichen. Je länger dein Geld nämlich dafür arbeiten kann, desto mehr kommt der Zinseszinseffekt zu tragen.

Ein Wohnmobil steht am Rande eines Sees.

Und halte dir vor Augen: Du musst dein Vorhaben nicht zu 100 % erreichen, um finanziell unabhängig(er) zu sein. Du erschaffst dir schon am Weg dorthin Freiheiten. Mit jedem Euro, den du ansparst, wirst du finanziell freier, unabhängiger von deinem aktiven Einkommen. Du schaffst dir vielleicht die Möglichkeit, eine längere Auszeit zu nehmen, Arbeitsstunden zu reduzieren. Du kannst einen Job annehmen, der dir nicht so viel Einkommen verschafft, dich aber mehr erfüllt. Und vieles mehr.

Wir wünschen dir Spaß, Durchhaltevermögen und Erfolg, um deine finanzielle Freiheit Realität werden zu lassen!

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: April 2021

Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

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