Was Hühner mit dem Zinseszinseffekt gemeinsam haben

Gabriela Fink
Veröffentlicht vor 8 Monaten 24 Likes 3 min. Lesezeit
Geldanlage
Huhn brütet Eier aus - Was Hühner und der Zinseszinseffekt gemeinsam haben

Heuer habe ich mir die Ostereier direkt vom Bauernhof geholt. Als ich dort die Hühner beobachtete, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: Endlich verstand ich das Prinzip des Zinseszinseffektes.

Wild gackerten die Hühner durcheinander, als ich eintraf. Alle wirkten sie aufgebracht und rastlos. Sie scharrten in Löchern, pickten hin und wieder ein Korn auf, um gleich wieder aufgescheucht weiterzurennen. Bis auf eine. Sie saß die ganze Zeit geduldig in ihrem Nest und rührte sich nicht vom Fleck. Sie hatte eine besondere Rolle inne. Sie war die Bruthenne „Berta“, wie ich dem Schild entnahm.

Nicht alles verbraten

Huhn mit Küken - der Zinseszinseffekt erklärt„Wie viele Eier pro Woche bringen Ihnen die Hühner,“ fragte ich die Bäuerin interessiert. „Ich würde sagen zehn bis zwanzig pro Tag. Aber ich entnehme nur einen Teil davon. Ein paar lasse ich im Nest. Würde ich gleich alle Eier zu Spiegeleiern verbraten, hätte ich schon bald keine Hennen mehr.“ Logisch, dachte ich mir und schlussfolgerte: Wenn ich eines meiner Eier zurück zur Henne Berta ins Körberl lege, so schlüpft in ein paar Wochen ein Küken. Dieses Küken wächst zu einer Henne heran und brütet in ihrem Leben weitere Eier aus. Genauso ist es auch beim Zinseszinseffekt. Mein Geld vermehrt sich durch langfristiges Ansparen. Es lohnt sich also mehr, einen Teil zur Seite zu legen, als sein ganzes Geld zu auszugeben.

Ein Beispiel für den Zinseszinseffekt

Nehmen wir an, Sie investierten 1.000 Euro und bekommen dafür 5 % Zinsen.

(Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Annahme zur Veranschaulichung des Zinseszinseffektes handelt und Performanceergebnisse der Vergangenheit keine Schlüsse auf die künftigen Entwicklungen von Fonds zulassen.)

  • Szenario 1:
    Sie entnehmen jährlich den Zinsertrag von 50,– Euro.
    Nach 20 Jahren haben Sie somit 1.000,– Euro entnommen und “verbraten”.
  • Szenario 2:
    Sie lassen den Zinseszinseffekt für sich arbeiten:
    Der auslaufende Zinsertrag vermehrt sich ebenfalls und so weiter und so weiter. Nach 20 Jahren haben Sie einen Ertrag von 1.786,– Euro.

Der Unterschied: 786 Euro!

Es wird angemerkt, dass noch zusätzliche Kosten und Steuern hinzukommen und es auch trotz Zinseszinseffekt zu Verlusten kommen kann.

Der Zinseszinseffekt: Mein Geld und meine Zinsen für mich arbeiten lassen

Mit meinen Bioeiern in der Hand stürmte ich nach Hause und warf als erstes einen Blick auf mein Konto. Da ließ sich eindeutig noch einiges verbessern. Zinsen anlegen und mein Geld wachsen lassen. Mein Geld für mich arbeiten lassen. Und dann: Mein Geld und meine Zinsen für mich arbeiten lassen. Und dann: Mein Geld, meine Zinsen plus die Zinsen der Zinsen für mich arbeiten lassen! Ja, das mache ich jetzt auch. Cool, dieser Zinseszinseffekt! Danke, Bruthenne Berta.

Hier geht´s zum Video zum Thema Zinseszinseffekt: Frohe Ostern vom Fonds-Osterhasen.

Ihnen allen ein frohes Osterfest und bis bald auf unserem Blog!

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Aktualisierung: April 2021

Bildquelle: shutterstock

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