Trumps Zollpolitik sorgt für Marktverwerfungen – was nun tun?
US-Präsident Trumps Zollpolitik hat in den vergangenen Tagen zu massiven Verwerfungen an den Kapitalmärkten rund um den Globus geführt. Aber was tun, wenn die Märkte solch erhebliche Schwankungen erleben? Wenn die Werte am Depot ein Minus verzeichnen? Hier erfährst du, was du in diesen unsteten Zeiten für dein Investment tun kannst bzw. wie du einen kühlen Kopf bewahrst.
US-Zollpolitik: Was steckt dahinter?

Donald Trump hat am 2. April 2025 umfassende neue Zölle auf Importe in die USA angekündigt. Er sieht die Zölle als Instrument, den Heimmarkt zu stärken und möglichst viele Investitionen in die US-Fertigung zu leiten. Dies hat vor allem an den Aktienmärkten zu deutlich fallenden Kursen geführt.
Die Methodik hinter den Zöllen deutet aus unserer Sicht darauf hin, dass das Weiße Haus eher an Verhandlungen interessiert ist, als an einem dauerhaften Beibehalten der angekündigten Zölle. Die Anerkennung strategisch wichtiger Lieferketten zeigt sich beispielsweise an den Ausnahmen für Halbleiter, kritischen Mineralien, Energie etc. Am wahrscheinlichsten scheint uns momentan eine Abmilderung vieler Maßnahmen durch Verhandlung. Dies ist jedoch nur ein mögliches Szenario von vielen.
Für vertiefende Informationen zu Wirtschaft, Kapitalmärkten und den Auswirkungen auf unsere Fonds liest du am besten in unseren Beiträgen Angekündigte US-Zölle: Wie wirken sie sich auf Kapitalmärkte und unsere Fonds aus? sowie Marktausblick: Märkte im Bann der Zollankündigungen weiter.
Zwei Arten von Investor:innen
Einerseits gibt es Investor:innen, die die Möglichkeiten in dieser – Trumps Zollpolitik geschuldeten – Situation wittern. Andererseits die, die verunsichert sind und am liebsten sofort ihr Depot auflösen möchten.
Was können diese beiden sehr unterschiedlichen Investor:innen Typen nun tun?
Die Chancen aufgrund Trumps Zollpolitik
Bist du Investor:in Nr. 1 und möchtest die zurückgegangenen Handelspreise für deine Veranlagung nutzen. Wie wäre das möglich?
- Fondssparen – beibehalten oder beginnen
Da beim Fondssparen immer der gleiche Betrag eingesetzt wird, erwirbst du in Zeiten von Kursrückgängen mehr Anteile als in Phasen mit höheren Kursen. Dadurch erzielst du einen günstigeren durchschnittlichen Einstandskurs der Fondsanteile (Cost-Average-Effekt). Wenngleich angemerkt werden muss: auch beim Fondssparen sind Kapitalverluste nicht ausgeschlossen.
- Fondssparer erhöhen
Solltest du bereits einen Fondssparer haben, kannst du gerade jetzt überlegen, ob du deine Ansparrate zu erhöhen willst. Mit einer solchen Strategie werden in Zeiten niedrigerer Kurse noch mehr Anteile gekauft. Dies macht dann Sinn, wenn man an zukünftige Kurserholungen glaubt.

- Einmalerlag – einmalig oder step by step
Niemand weiß, wie sich die Märkte weiterentwickeln. Ob möglicherweise gerade jetzt ein passender Zeitpunkt ist, um einen größeren Betrag in Fonds zu investieren. Du kannst dich für eine einmalige Investition entscheiden oder du investierst einen geplanten Einmalerlag in mehreren Schritten – step by step. Dadurch investierst du auch größere Summen zu unterschiedlichen Einstandskursen und umgehst damit der schwierigen Frage nach dem optimalen Einstiegszeitpunkt.
Panik ist eine menschliche Reaktion
Gehörst du eher zu den Investor:innen, die die aktuellen Medienberichte sowie der Blick auf sinkende Zahlen am Depotauszug erschrecken?
Schwarz auf weiß zu sehen, was Kursbewegungen mit dem eigenen Geld machen, lässt einen oftmals in Panik geraten. Panik ist eine menschliche Reaktion, die wir in realen Gefahrensituationen, in denen Flucht oder Kampf gefragt war bzw. ist, gut gebrauchen können. Im Umgang mit der eigenen Geldanlage ist sie allerdings kein guter Ratgeber. Hier hilft eine sachliche Herangehensweise.
Sachliche Betrachtung der persönlichen Situation
Wer es geschafft hat, aus dem Panikmodus auszubrechen und die Situation mit kühlem Kopf betrachtet, kann sich der weiteren Vorgehensweise und Handlungsmöglichkeiten sinnvoll zuwenden.
Wir haben Anregungen für dich zusammengestellt, wie du es schaffen kannst, dem Panikmodus zu entkommen:
Gesamtbetrachtung deiner Geldanlangen
Auch wenn du – aufgrund Trumps Zollpolitik – (Buch-)Verluste zu verzeichnen hast, solltest du dir vor Augen halten, dass die Veranlagung stets über die komplette Veranlagungsdauer zu betrachten ist.
Eine negative Entwicklung deines Depots in den letzten Tagen bedeutet nicht unbedingt, dass dein Investment über die komplette bisherige Investitionsdauer ein Minus erlitten hat. Wenngleich natürlich verständlich ist, dass jeder Rückgang schmerzlich ist.
Außerdem ist eine Investition in Fonds als langfristiges Investment konzipiert. Je nach Art des Fonds spricht man von einer empfohlenen Mindestbehaltedauer von drei bis zehn Jahren. Diese gibt an, in welchem Zeitraum ein Fonds kleinere, aber auch größere Kursschwankungen ausgeglichen haben sollte. Wobei wir darauf hinweisen, dass Kapitalverluste trotzdem nicht ausgeschlossen werden können.
In einem weiteren Schritt solltest du die Auswirkungen auf dein Depot in Relation zu deinen gesamten Veranlagungen stellen. Dein Depot macht einen Teil dieser Veranlagungen aus und nur dieser Teil ist von den Rückgängen betroffen. So wie dieser Teil in positiven Marktphasen mit höheren Erträgen punkten kann.
Die DNA von Fonds

Eine breite Streuung ist bei Wertpapieren das Um und Auf. Für ausreichende Streuung im Fonds sorgt auch das Investmentfondsgesetz. Breite Streuung – auch Diversifikation genannt -, ist somit in der DNA eines Fonds fest verankert.
In breit gestreuten Fonds finden sich eine Vielzahl von Wertpapieren und in Mischfonds auch verschiedene Anlageklassen. So gelten Staatsanleihen sowie Gold in der Regel als sichere Häfen. Aktien hingegen sind stärkeren Kursschwankungen ausgesetzt. Die verschiedene Anlageklassen und Titel reagieren unterschiedlich und die Streuung hat das Ziel, stabilisierend auf das Fondsportfolio zu wirken. Dennoch können Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden.
Deine Rahmenbedingungen
Du hast deine Veranlagungsentscheidungen auf Basis deiner persönlichen Situation und bestimmter Rahmenbedingungen getroffen. Diese Ausgangsbasis ist Grundlage für deine weitere Vorgehensweise.
- Hat sich an den ursprünglichen Rahmenbedingungen etwas geändert? Neues Ziel, veränderter Veranlagungszeitraum, gewandelte Risikobereitschaft? Dann sollte deine Anlagestrategie angepasst werden.
- Sind die Vorgaben unverändert? Dann lass dich nicht verunsichern. Kursrückgänge gehören zum Kapitalmarkt ebenso dazu wie Kursanstiege. Je länger dein Geld veranlagt ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, Kursverluste wieder aufzuholen.
Wo Risiko, da auch Chance
Hast du die bisherigen Anregungen beherzigt, stellt sich die Situation auf den Kapitalmärkten und auf deinem Depot nun möglicherweise ganz anders dar, die Panik ist verflogen. Vielleicht wirst dann auch du zu Investor:in Nr. 1 und besprichst mit deinem:r Bankberater:in die bereits oben erwähnten Möglichkeiten, um die zurückgegangenen Handelspreise für deine Veranlagungen zu nutzen – selbstverständlich unter Inkaufnahme der damit verbundenen Risiken wie Kapitalverlusten.
Trumps Zollpolitik hat zu starken Rückgängen an den Kapitalmärkten geführt. Wenn du deine bisherigen Investitionen mit genau so viel Vernunft und Sachlichkeit betrachtest, wie zum Zeitpunkt der Veranlagung, wirst du eine für dich passende Möglichkeit finden, damit umzugehen. Sind noch Fragen offen geblieben, ist dein:e Raiffeisenberater:in für dich da.
Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Erstelldatum: April 2025.
Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.
Die veröffentlichten Prospekte bzw. die Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG sowie die Basisinformationsblätter der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. stehen unter www.rcm.at unter der Rubrik „Kurse & Dokumente“ in deutscher Sprache (bei manchen Fonds die Basisinformationsblätter zusätzlich auch in englischer Sprache) bzw. im Fall des Vertriebs von Anteilen im Ausland unter www.rcm-international.com unter der Rubrik „Kurse & Dokumente“ in englischer (gegebenenfalls in deutscher) Sprache bzw. in ihrer Landessprache zur Verfügung. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte steht in deutscher und englischer Sprache unter folgendem Link: https://www.rcm.at/corporategovernance zur Verfügung. Beachten Sie, dass die Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. die Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteilscheine außerhalb des Fondsdomizillandes Österreich aufheben kann.
Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG
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