Frauen denken an alle – nur nicht an sich selbst
Heute haben wir eine besondere Gastautorin auf unserem Blog: Frau Dr. Veronika Pelikan, frühere Chefin des Magazins „Wienerin“, Gründerin und Herausgeberin von „Wechselweise.net“, erzählt uns ihre persönliche Finanzlebensgeschichte – von ihren Anfängen über finanzielle Herausforderungen bis hin zur erfolgreichen Unternehmerin. Sie teilt hier wertvolle Erkenntnisse, die jede Frau unbedingt kennen sollte!
Frauen und Geld – das ist ein Thema, zu dem es viele Klischees gibt. Aber aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich bestätigen: Viele Frauen denken viel zu spät daran, Geld für den eigenen Bedarf auf die Seite zu legen.

Frauen können gut mit Geld
Dabei können die meisten Frauen sehr gut mit Geld umgehen: Meist sind sie es, die dafür sorgen, dass sich mit dem zur Verfügung stehenden Geld alles für den täglichen Bedarf ausgeht. Sie haben den Überblick, was eingekauft werden muss, was die Kinder in der Schule brauchen und was der Tierarzt für den Hund kostet.
Frauen denken an alle – nur nicht an sich selbst.
Dr. Veronika Pelikan
Auf sich selbst vergessen
Aber sie vergessen dabei gerne auf sich selbst. Und vielleicht denken sie auch, es ist ein Zeichen von Egoismus, etwas nur für sich auf die Seite zu legen oder mit dem Partner über ihre eigenen Geldangelegenheiten zu reden. Und dazu kommt: Wer denkt schon ans Alter, wenn man voll im Leben steht?
Die Pension war so weit weg …
Ich erinnere mich, in meiner Jugend hab’ ich auch nicht an die Pension gedacht, das war so weit weg! Aber immerhin: Ich habe etwas für die Wohnung angespart. Mir war immer wichtig, da und dort kleine Reserven zu haben. Als Unternehmerin hat sich diese Einstellung dann besonders bewährt.
Jungunternehmerin mit 60
Ich bin ja mit 60 noch einmal Jungunternehmerin geworden und habe das Portal Wechselweise.net gegründet, das sich mit einem immer noch sehr Tabu-behafteten Thema befasst: den Wechseljahren. Und die haben übrigens mehr mit dem Thema Geld zu tun, als man denkt. Die Wechseljahre finden – anders als viel glauben – nicht erst dann statt, wenn man alt ist, sondern wenn man in der Blüte des Lebens steht. Sie beginnen so um die 40, 45 – und wenn man in Pension geht, hat man sie schon lange hinter sich. Lies dazu auch: Nutze deine Blütezeit jetzt für später.
Die Wechseljahre – eine Zäsur im Leben einer Frau

Tatsache ist: Die Wechseljahre können für eine Frau ganz schön anstrengend sein. Man kann sich diese Lebensphase als eine Art umgekehrte Pubertät vorstellen. In der Pubertät programmieren die Hormone den Körper auf Fruchtbarkeit und Kinderkriegen, in den Wechseljahren wird das quasi rückabgewickelt – wieder mit Hormonchaos und allem, was dazu gehört. Viele Frauen leiden dann unter Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, Gelenkschmerzen, Nervosität oder Erschöpfung. Und das kann Auswirkungen auf das Erwerbsleben haben.
Jede 5. Frau reduziert Arbeitszeit
Eine Studie der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, die auf Initiative von Wechselweise.net gemeinsam mit der Raiffeisen KAG auch in Österreich durchgeführt wurde, hat Alarmierendes ergeben: Demnach reduziert etwa jede fünfte Frau wegen Wechselbeschwerden ihre Arbeitszeit. Etwa 15 % der über 55jährigen sind deshalb in Frühpension oder wollen in Frühpension gehen1.
Niedrigere Pensionen sind die Folge
Diese Frauen haben dann kürzere Versicherungszeiten und in Folge niedrigere Pensionen. Das passiert, weil Frauen – aber auch die Arbeitgeber – zu wenig darüber Bescheid wissen, was man gegen Wechselbeschwerden tun kann. Die gute Nachricht ist: Man kann etwas tun, und zwar sehr effektiv und relativ unaufwändig (Tipps z. B. auf Wechselweise.net).
Noch etwas Interessantes hat die Studie ergeben: Viele der befragten Frauen wussten gar nicht, wie hoch ihre Pension sein würde. Anzunehmen ist, dass sie sich daher auch nicht bewusst waren, was es für ihre Pension bedeutet, wenn sie die Arbeitszeit reduzieren oder in Frühpension gehen.
Frauen sollten auch an sich denken!
Wir haben Aufklärungsbedarf: Nicht nur was die Wechseljahre und die medizinischen Möglichkeiten darum herum anbelangt. Es muss für Frauen auch viel selbstverständlicher werden, sich mit dem Pensionssystem und der eigenen Vorsorge zu befassen. Ich glaube, es wird so viel über riskante und komplizierte Veranlagungsformen berichtet, dass das einige abschreckt. In Wirklichkeit ist es aber einfach: Es geht darum, regelmäßig etwas auf die Seite zu legen. Halt nicht nur für die Schulsachen oder den Tierarzt – sondern auch für sich selbst. Das ist nicht egoistisch, sondern klug. Ich empfehle es allen Frauen – egal in welchem Alter!
Herzlichen Dank an Frau Dr. Pelikan von Wechselweise.net für das offene und interessante Interview! Möchtest du noch mehr über Frau Pelikan und ihren persönlichen finanziellen Weg erfahren, klicke hier!
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1 Forschungsprojekt MenoSupportAustria, Ergebnisse der ersten österreichweiten Befragung zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz, September 2024
Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Aktualisierung: März 2025.
Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG
Bildquelle: gettyimages, shutterstock, Fotos Frau Dr. Pelikan © Markus Morianz, Caro Strasnik
