Positive Überraschungen bei Unternehmensgewinnen

Stephan Meier
Veröffentlicht vor 7 Monaten 7 Likes 4 min. Lesezeit
Geldanlage
Einige Stapel Goldmünzen auf schwarzem Untergrund sind als Synonym für Unternehmensgewinne zu sehen.

In der laufenden Berichtssaison gab es bei den Unternehmensgewinnen in den USA viele positive Überraschungen. Zugleich wurden die Gewinnprognosen weiter nach oben korrigiert. Lesen Sie im folgenden Marktbericht, welchen Einfluss diese Daten auf die Märkte hatten und was sich sonst noch auf den Finanzmärkten tut.

Hochkonjunktur in den USA

Eine Frau sitzt im Einkaufswagen und wird jubelnd angeschoben. Unternehmensgewinne.

Vor allem in den USA stehen die Zeichen auf Hochkonjunktur in den kommenden Monaten – und möglicherweise darüber hinaus. Weitere riesige Fiskalpakete zeichnen sich ab und hinzu kommen die Effekte angestauter Nachfrage. Diese entlädt sich jetzt zunehmend dank rascher Impffortschritte und weiterer Normalisierungen im öffentlichen Leben.

Bei den Impfungen kommt jetzt auch die EU immer schneller voran. Die Wirtschaftsdaten im Euroraum waren zuletzt fast durchwegs besser als erwartet und sie sollten in den kommenden Monaten weiter nach oben zeigen.

In anderen Teilen der Welt sieht es weniger gut aus. Indien etwa kämpft derzeit mit einer gigantischen Pandemiewelle. In China wiederum lässt die Wirtschaftsdynamik etwas nach. Dies wurde allerdings allgemein erwartet und bietet derzeit keinen Anlass zur Sorge.

Steigende Inflation erwartet

Die Inflationserwartungen ziehen weiter an und Engpässe in den globalen Lieferketten und bei Transportkapazitäten machen sich zusehends bemerkbar. Sowohl die US-Notenbank als auch die Mehrheit der Marktteilnehmer gehen derzeit aber davon aus, dass der Anstieg der Inflation der kommenden Monate nicht von Dauer sein wird. Selbst wenn dieser Anstieg stärker ausfallen sollte als bislang erwartet. Völlig sicher ist das aber natürlich nicht. Daher könnten etwaige kräftigere oder gar anhaltende Inflationsschübe dennoch zu der einen oder anderen heftigeren Marktreaktion in den kommenden Monaten führen.

Positive Überraschungen bei Unternehmensgewinnen

Fast alle Aktienmärkte verbuchten im April weitere Zugewinne. Bei den Unternehmensgewinnen gab es in der laufenden Berichtssaison in den USA so viele positive Überraschungen wie lange nicht. Zugleich werden die Gewinnprognosen für die kommenden Monate weiterhin nach oben korrigiert.

Ein Kompass dessen Nadel auf Profit zeigt - Inflation.

Auch in den Schwellenländern ziehen die Unternehmensgewinne kräftig an. Zu einem guten Teil haben die gestiegenen Aktienkurse das natürlich bereits vorweggenommen. Dennoch könnte es noch zu etlichen positiven Überraschungen kommen, auch über 2021 hinaus. Impffortschritte, Öffnungen, viel angestaute Nachfrage und anhaltende Unterstützungen von Regierungen und Notenbanken sollten weiteren Rückenwind bieten.

Das könnte auch die Aktienmärkte weiter beflügeln. Die eine oder andere Abwärtskorrektur wäre nach den starken Kurssteigerungen der letzten 12 Monate zugleich völlig normal und sollte jederzeit einkalkuliert werden. Gerade von Seiten der Pandemie könnte es schließlich auch neue negative Überraschungen geben und auch die weiterhin starken geopolitischen Spannungen sollten nicht völlig außer Acht gelassen werden.

Dividende – ein wichtiger Bestandteil in der Aktienveranlagung verschafft Einblick, warum Unternehmensgewinne einen wesentlichen Beitrag zum Veranlagungserfolg beitragen können.

Anleihemärkte warten auf Impulse

Auf den Rentenmärkten gab es im April vergleichsweise wenig Bewegung. Wobei die Grundtendenz positiv war. Schwellenländer-Anleihen legten besonders kräftig zu.

Die Märkte scheinen derzeit auf neue Impulse zu warten und die Bewegungen des ersten Quartals zu verdauen. Angesichts des zumindest kurzfristig hohen Inflationspotenzials sind stärkere Renditerückgänge (=Kurssteigerungen) derzeit relativ unwahrscheinlich.

Im historischen Vergleich bewegen sich die Renditen zugleich noch immer auf extrem tiefen Niveaus. Das begrenzt das weitere Aufwärtspotenzial für die Anleihekurse stark. Der globale Anlagenotstand für Renteninvestoren und die massiven Anleihekäufe der Notenbanken sprechen gleichzeitig aber gegen größere Kursrückschläge. Von daher könnte die aktuelle Seitwärtsbewegung noch einige Zeit anhalten.

Bei den Währungen legte der Euro im April spürbar zu. Die leichte Erholung des US-Dollars könnte bereits wieder vorüber sein.

Die Angaben beruhen auf dem Wissensstand des Verfassers Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. zum Erstellungszeitpunkt. Zu beachten ist, dass Prognosen keine verlässlichen Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zulassen.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Mai 2021

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

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