10 Weihnachtsbräuche, die fröhlich stimmen

Gabriela Fink
Veröffentlicht vor 2 Monaten 5 Likes 7 min. Lesezeit
Impulse
Weihnachtsmann im Wasser zu sehen - Weihnachtsbräuche anderswo

Neue Eindrücke bekommen, den Horizont weiten, auf kreative Ideen kommen, weitherziger werden, Toleranz üben: das vermag der Blick in andere Länder. Auch unsere Fonds sind in viele Länder weltweit investiert und es gehört zu unserem Tagesgeschäft, über die Grenzen zu schauen. Deshalb möchten wir heute mit dir um die Welt reisen und nachsehen, welche kuriosen, sportlichen und glücksbringenden Weihnachtsbräuche es in anderen Ländern gibt. Mit diesem Beitrag kommst du garantiert in Weihnachtsstimmung!

1. Versteckte Besen in Norwegen

Besen vor dem Weihnachtsbaum zu sehen

In Norwegen bestand in früheren Zeiten die Annahme, dass Hexen und böse Geister am Heiligen Abend nach passenden Besen suchten, um auf ihnen reiten zu können. Deshalb ist es bis heute noch in vielen Familien Brauch, gute Verstecke für ihre Haushaltsbesen zu finden.

Rudolf, das Rentier mit der roten Nase, ist auch bei uns vielerorts als Weihnachtsdekoration und in Weihnachtsliedern eingekehrt. Das Rentier stellt in Norwegen das klassische Weihnachtsessen dar: Ein Rentierbraten gehört dort zu einem guten Weihnachtsessen dazu.

2. Weihnachtsmann-Kongress in Dänemark

Schon im Juli veranstaltet Kopenhagen seit 1957 jährlich ein lustiges Event: den Welt-Weihnachtsmann-Kongress. Hier kommen Santas Clauses und Weihnachtselfen aus aller Welt zusammen. Es dürfen nur “Weihnachtsarbeiter” teilnehmen, die tatsächlich professionell arbeiten. Und sie müssen ihr volles Kostüm tragen (rove.me/copenhagen).

Der eigentliche Beginn der Weihnachtssaison in Dänemark ist der erste Freitag im November, pünktlich um 20:59 Uhr. Das ist auch der Start für den Weihnachtsbierbrautag (julebrygsdag). Setzt man an diesem Tag das Bier an, ist es genau zu Weihnachten fertig.

Bier mit Weihnachtsdeko zu sehen

Der J-dag wurde 1990 von einer dänischen Brauerei eingeführt, um ihr Weihnachtsbier in jenem Jahr auf den Markt zu bringen. Seither ist es zur Tradition geworden, die in Dänemark mehr oder weniger die Weihnachtszeit einläutet (nordisch.info).

3. Milchreis in Schweden

Schwedische Wichtel („Tomte”) sind seit dem Buch von Astrid Lindgren „Tomte Tummetott“ auch bei uns bekannt. Die zipfelmützigen Kobolde leben laut Legende in jedem Haus und bringen Glück. Das tun sie jedoch nur, wenn man sie auch beachtet: Zum Weihnachtsfest stellen Schweden deshalb ein Schälchen Milchreis oder eine Portion Hafergrütze für sie bereit.

Der Heilig Abend endet mit einem Tanz um den Weihnachtsbaum. Am besten lässt man Türen und Fenster offen, denn es kann sein, dass dort von liebevollen Nachbarn auch noch das eine oder andere Geschenk abgestellt wird (scandinavian-lifestyle.de).

4. Saunieren in Finnland

In Finnland wird am Jouluaatto, dem Heiligabend, um 12 Uhr mittags der Weihnachtsfrieden in Turku, der früheren finnischen Hauptstadt, ausgerufen. Dann schließen die Geschäfte, auch der öffentliche Verkehr stellt seinen Fahrbetrieb ein. Große Tradition in Finnland ist es, am Nachmittag oder frühen Abend den Friedhof zu besuchen und die Gräber weihnachtlich zu schmücken, mit sehr vielen Kerzen und Kränzen.

Vor dem Festmahl ist in Finnland ein Saunabesuch Pflicht. Dieser ist in der Polarkälte nicht nur angenehm wärmend, er soll auch Körper und Geist reinigen.

Bereits im Oktober und November feiern viele Finnen kleine Weihnachtsfeiern in Betrieben und Vereinen. Sie werden »pikkujoulu« genannt, was übersetzt »Kleine Weihnachten« bedeutet. Seit 1920 gehört das Feiern der »pikkujoulu« in Finnland dazu.

5. Lotto spielen in Spanien

In Spanien ist es Tradition, am 22. Dezember Lotto zu spielen. Veranstaltet von der staatlichen Lotterie gibt es bis zu 4 Millionen Euro zu gewinnen. Jedes Los wird beim Lotto El Gordo in einer Auflage von 180 Stück ausgegeben, sodass es ebenso viele Hauptgewinne gibt. „El Gordo“ bedeutet auf Deutsch „der Dicke“ und bezeichnet den prallgefüllten Jackpot bei der spanischen Weihnachtslotterie. Die Weihnachtslotterie Spaniens ist die größte der Welt!

6. Schwimmen in Irland

Schwimmen in Irland

Schwimmen ist in Irland zu jeder Jahreszeit eine eher kühle Angelegenheit. Dennoch wagen sich am Weihnachtsmorgen in vielen Küstenorten der Insel hunderte hartgesottener Iren in die eiskalten Fluten des Atlantiks. Zahllose Schaulustige feuern die Schwimmer vom Ufer aus an. Das bekannteste Weihnachtsschwimmen findet am Forty Foot Strand in Glenageary bei Dun Laoghaire statt. Die Veranstaltung dient einem wohltätigen Zweck.

7. Sinterklaas in den Niederlanden

Als das holländische Pendant zu unserem Nikolaus fungiert Sinterklaas in den Niederlanden. Schon Mitte November kommt er zusammen mit seinen Helfern auf einem großen Dampfschiff aus seiner Heimat Spanien in Holland an. Dies wird stets als riesiges Spektakel gefeiert und von sämtlichen Medien begleitet (paradise-found.de). Für viele Holländer sind die Sinterklaas-Feierlichkeiten am 5.12. wichtiger als das Weihnachtsfest selbst.

Sein Helfer ist der “Zwarte Piet“, der “Schwarze Peter”, der in den 80er-Jahren begann, sich vom strafenden Gehilfen (ähnlich unserem Krampus) in einen lustigen, fröhlichen Gesellen zu verwandeln, der Süßigkeiten verteilt. Die dunkle Hautfarbe des Zwarte Piet kommt vom Ruß der Kamine, durch die er in die Häuser gelangt um Wunschzettel abzuholen und Päckchen zu verteilen, sagt man.

8. Sportlich in England

Frau trägt Christmas Jumper

Sportliche Engländer nehmen gerne am sogenannten Santa Con teil: Dies ist ein Rennen durch die Stadt, indem man sich als Weihnachtsmann verkleidet. Dabei hat man die Wahl zwischen einem 5 Kilometer- und einem 10 Kilometer-Parcours. Der Reinerlös des großen Events wird an wohltätige Organisationen gespendet.

Die aus den Bridget Jones-Filmen bekannten und auch bei uns immer beliebter werdenden Weihnachtspullis haben in England schon längere Zeit große Tradition. Menschen von jung bis alt tragen an und rund um die Festtage die populären und gute Laune verströmenden Christmas Jumper.

9. Weihnachtsbräuche in Polen

Erst, wenn der erste Stern am Himmel erleuchtet, darf das erste Päckchen in Polen geöffnet werden.

In vielen Häusern steht auf dem reich gedeckten Tisch immer ein leeres Gedeck. Traditionsgemäß ist er für einen unerwarteten Gast oder die Seelen der Verstorbenen bestimmt. Früher war es Brauch auch am diesen Tag nicht zu nähen, damit man nicht irrtümlich die Seelen der Verstorbenen annähen und ihnen die Rückkehr ins Jenseits unmöglich machen könnte (polenjournal.de).

Kühe bekommen in Polen am Heiligen Abend ein Stück Weihnachtsoblate, weil Tiere der Sage nach in der Weihnachtsnacht sprechen können. Hören kann man Tierstimmen nur mit einem reinen Herzen, so sagt man in Polen.

10. Essen wie Gott in Frankreich

In Frankreich muss man am 24. Dezember noch in die Schule bzw. zur Arbeit gehen, die Geschäfte haben oft bis 18 oder 20 Uhr geöffnet. Somit beginnt für die Familie das Weihnachtsfest erst mit der Mitternachtsmesse in der Kirche, die jedoch, anders als ihr Name vermuten lässt, oft auch schon am früheren Abend stattfindet.

Das Sprichwort “Essen wie Gott in Frankreich” kommt nicht von ungefähr: Die Franzosen essen zum klassischen Weihnachtsmahl gerne besondere Spezialitäten, wie mit Kastanien gefüllten Truthahn, einen Kapaun mit Pflaumenfüllung, Austern, Gänseleber, kandierte Maronen. Fisch, Käseplatten und andere Delikatessen runden das Festessen gerne ab (paris360.de).

Bist du nun weihnachtlich gestimmt, aber dir fehlt noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk? Hier findest du schöne Ideen: 7 nachhaltige Weihnachtsgeschenk-Ideen.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Dezember 2022.

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