Wird unser Wasser knapp?

Günther Schmitt
Veröffentlicht vor 1 Monat 2 Likes 6 min. Lesezeit
Geldanlage
Hand öffnet sich unter Wasser

Auch wenn Öl als das “Schmiermittel” der Wirtschaft bezeichnet wird, Wasser ist noch viel wichtiger – lebenswichtig. In Europa sind wir meist gut damit versorgt. Doch das könnte sich bald ändern. Hitze und Dürre könnten zur neuen Normalität werden. Welche Folgen dies für Wirtschaft, Industrie, Energieerzeugung sowie für den Agrarbereich hat und welche Lösungen es dazu bereits gibt, liest du hier!

Bilder, die nachdenklich stimmen

Der Neusiedlersee ohne Wasser

Diesen Sommer wurden uns bedenkliche Bilder präsentiert: der Neusiedler See mit seinem tiefsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1965, fast ausgetrocknete Flüsse wichtiger, europäischer Wasserstraßen, vertrocknete Felder. Der Sommer 2022 war in Europa nicht nur der heißeste jemals gemessene. Weite Teile des Kontinents litten unter der schwersten Dürre seit Jahrzehnten.

Auch anderswo kämpfte man mit ähnlichen Wetterbedingungen: In Nordamerika war es ungewöhnlich warm, China war von großer Regenarmut betroffen. Laut Experten soll der Sommer 2022 kein Ausnahmefall sein. Die aktuell verzeichnete Wasserknappheit könnte zur neuen Normalität werden. Und das selbst in Regionen, die bislang eher komfortabel mit Wasser versorgt waren.

Wasser effektiver nutzen

Wasser wird gereinigt in der Kläranlage

Wasserknappheit kann zu weitreichenden Folgen in der Wirtschaft, Industrie, Energieerzeugung, im Agrarbereich – eigentlich in allen Lebensbereichen führen. Wasser effektiver zu nutzen, weniger zu verschmutzen, es besser zu reinigen und zu recyceln etc., ist daher weltweit eine überaus drängende Herausforderung. Der Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien hat sich dem Thema angenommen, in dem er in Unternehmen investiert, die Lösungen zur Überwindung bzw. Verringerung von Wasserknappheit entwickeln.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Wasserknappheit

In der Landwirtschaft verursachte die Dürre heuer hierzulande laut Hagelversicherung einen Gesamtschaden in der Höhe von 100 Millionen Euro. Wasserknappheit hat aber auch in der Industrie weitreichende Folgen. Die Produktion unzähliger Güter – vom Alltagsgegenstand bis zu Computerchips – ist in Gefahr, wenn nicht genug Wasser zur Verfügung steht. Geringere Wasserstände in den Flüssen haben große Auswirkungen auf den Energiesektor.

Viel Wasser nötig

Ein Wassserkraftwerk zu sehen

Nicht nur für die Energiegewinnung durch Wasserkraft, sondern auch für die Kühlung von Atomkraftwerken wird viel Wasser benötigt. In der Schweiz musste etwa diesen Sommer das Atomkraftwerk Beznau aufgrund der hohen Wassertemperaturen gedrosselt werden. In Frankreich wurde eine Ausnahmeregelung erteilt, damit nicht zu viele Reaktoren aufgrund der zu hohen Temperaturen in den anliegenden Flüssen abgeschaltet werden mussten. In Italien konnten zahlreiche Wasserkraftwerke aufgrund der niedrigen Pegel keinen Strom mehr erzeugen. Die hierzulande spürbaren Folgen: Die ohnehin schon explodierenden Strompreise stiegen zusätzlich an.

Weltweite Wassernachfrage steigt

Außerhalb Europas ist Wasserknappheit schon viel länger ein Thema. Bereits jetzt sind knapp 4 Milliarden Menschen jedes Jahr zumindest kurzfristig von Wasserknappheit betroffen. Weiters leben rund 2 Milliarden Menschen in Ländern, in denen die Wasserversorgung unzureichend ist. Trotz effektiverer Nutzung und Einsparbemühungen wird die weltweite Wassernachfrage auch in den nächsten 2 Jahrzehnten erheblich steigen – im industriellen, privaten und landwirtschaftlichen Bereich.

Mögliches Szenario

Ein Junge sitzt auf vertrocknetem Boden

Ein mögliches Szenario der zunehmenden Wasserknappheit: Sie könnte zu einem Mangel an Lebensmitteln führen, somit steigenden Lebensmittelpreisen und diese wiederum zu politischer und sozialer Instabilität. Bis 2030 könnten 700 Millionen Menschen mangels Wasser vertrieben werden und bis 2040 wird eines von 4 Kindern in Gebieten mit extremer Wasserknappheit leben.

Ein nachhaltiger Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser wird zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Mit den Ereignissen in diesem Jahr dürfte das Thema viel stärker auch im bisher zumeist noch üppig mit Wasser versorgten Europa angekommen sein.

Wasserressourcen können nicht wachsen

In den letzten 100 Jahren ist die Wassernachfrage um etwa 600 % gestiegen. Legt man diese Zahl auf die jährliche Steigerungsrate um, kommt man dabei auf „nur“ 1,8 %. Das mag vergleichsweise harmlos klingen. Das Problem dabei ist jedoch: Das Angebot – also die Wasserressourcen des Planeten – kann de facto nicht wachsen. Im Gegenteil, durch Verschmutzung steht uns tendenziell weniger nutzbares Wasser zur Verfügung. Die Folge ist eine wachsende Wasserknappheit. Weitere Treiber dieser Entwicklung sind sowohl Bevölkerungs- als auch Wirtschaftswachstum.

Wasser-Aktien

Lösungen zur Überwindung bzw. Verringerung von Wasserknappheit sind Themen, in die der Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien investiert. Dies sind zum Beispiel führende Anbieter von Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen, Produkten und Dienstleistungen für die Aufbereitung von industriellem, gewerblichem und kommunalem Abwasser und für die Reinigung von Trinkwasser.

Weiters Unternehmen, die den Energieverbrauch von Meerwasser-Umkehrosmose-Anlagen reduzieren. Hier konnte ein Unternehmen mit einer Energieeinsparung von 60 % das Meerwasser-Umkehrosmose-Verfahren die thermische Entsalzung als bevorzugtes Entsalzungsverfahren für Meerwasser ablösen.

Der Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien investiert weiters in Unternehmen mit Bewässerungslösungen, die Wasser, Energie und Arbeitskraft effizienter verwenden als dies bei herkömmlichen Flut- oder Oberflächenbewässerungsanlagen der Fall ist. Da die Landwirtschaft mit knapp 70 % einen Großteil des weltweiten Süßwasserverbrauchs ausmacht, sind insbesondere in diesem Bereich innovative Lösungen gefordert.

Noch mehr Infos zum Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien kannst du hier nachlesen: Megatrend-Wasserknappheit.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Oktober 2022.

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