Den Lebenstraum in der Selbstständigkeit verwirklichen

Gabriela Fink
Veröffentlicht vor 2 Jahren 1 Likes 5 min. Lesezeit
ImpulseNachhaltigkeit
Farbenfrohe Wiesenblumen und Wildkräuter sind das Sinnbild Johannes Gutmanns Lebenstraum.

“Alles begann 1988 mit einer Idee von Johannes Gutmann. Der Rest ist Geschichte. Inzwischen zählt Sonnentor zu den erfolgreichsten österreichischen Unternehmen.” So ist es auf der Website von Sonnentor zu lesen. Jenem Unternehmen, das Natur in die Städte bringt und aus etwas Kleinem, wie unseren heimischen Kräutern, etwas Großes gemacht hat. Wir durften den sympathischen Waldviertler, der seinen Lebenstraum in der Selbstständigkeit verwirklicht hat, interviewen. Lassen Sie sich von seiner Erfolgsstory inspirieren und werden Sie selbst zum Gewinner in dem, was Sie tun!

Wer spinnt, gewinnt Lebenstraum Selbstständigkeit

Raiffeisenfonds: Aus welcher Überlegung hast du Sonnentor gegründet?

Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann über die Handschlagqualität der Marke Raiffeisen
Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor, über die Verwirklichung seines Lebenstraumes

Johannes Gutmann: Eigentlich aus einer privaten Krise. Ich war arbeitslos und habe zu dieser Zeit Bauern kennengelernt – die ersten Biobauern im Waldviertel. Sie haben Kräuter angebaut, hatten jedoch keine Zeit zur Vermarktung. Und ich – ich hatte Zeit. Ich dachte mir aber, Kräuter verkaufen, das wird schwer, das hat noch keiner gemacht. Man hat zu mir gesagt: “Geh bitte, wenn das was Gscheites wäre, dann hätt das lang vor dir schon jemand gemacht. Hände weg, du bist ja nichts und weißt auch nichts, du hast ja keine Ahnung von dem Ganzen”. Aber genau das hat mich motiviert und ich hab mir gedacht: Die Leute sind zwar nicht so sympathisch, aber sie haben eine Idee und ich – ich hab eine Vision. Ich probiere das und ich möchte mit meinem Unternehmertum langfristig unabhängig und glücklich werden.

Vom Spinnen zum Lebenstraum

Raiffeisenfonds: Jetzt ist es ein sehr großes Unternehmen geworden mit mehr als 500 Mitarbeitern. Wie bist du das angegangen?

Johannes Gutmann: Step by step. Jeder Weg entsteht beim Gehen. Jeder Schritt muss gut abgewogen werden, damit er sicher in die Zukunft führt. Wobei, Sicherheit gibt es im Unternehmertum sowieso nicht. Aber zu wissen, wo ist der nächste Stein, der hält. Wie kann ich meinen Weg gehen, worauf kann ich bauen. Meine erste Bank, das war die Raiffeisenbank in Ottenschlag. Und nicht nur hier, auch später – ich habe immer Partner gefunden, mit denen ich auf Handschlagqualität zählen konnte. Ich hatte damals selbst nichts vorzuweisen, außer meine alte Lederhose und meinen Antrag für einen Jungunternehmer-Kredit. Aber das hat genügt und das ist das Motto für mich: Hol dir Leute ins Boot, denen du vertrauen kannst und mit denen du gemeinsam Visionen umsetzt. Wo es beiden Seiten gut geht. Ein Win-Win-System also, das schließlich in die Nachhaltigkeit und somit in das Gemeinwohl übergegangen ist.

Der Lebenstraum Nachhaltigkeit

Raiffeisenfonds: Nachhaltigkeit ist ein großes Anliegen. Was glaubst du, wo wir uns hinbewegen beim Thema biologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit insgesamt?

Johannes Gutmann: Da beginne ich aufzublühen, da kommt bei mir diese Anfangsbegeisterung wieder hervor. Denn eigentlich habe ich schon vor 30 Jahren gespürt, dass Krisen, Systemkrisen auf uns zukommen. Und die werden ja nicht weniger, die werden noch mehr, weil leider die “großen” Systeme nicht umgestellt werden. Das heißt, jeder von uns ist im Kleinen gefordert, sich selbst etwas Gutes zu tun und dafür zu sorgen, dass sich das für diese Welt irgendwann einmal wieder ausgeht. Wir wissen alle, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen als nachwachsen können. Und wenn wir dieses System langfristig nicht ändern, dann geht es sowieso gegen die Wand. Das Schöne ist aber: Wer früher drauf kommt, der ist früher dort.

Raiffeisenfonds: Du hast gesagt, du bist eigentlich durch die Krise immer erfolgreicher geworden. Was würdest du uns raten?

Johannes Gutmann: Im Vertrauen agieren. Produkte anbieten, die Wort halten und realisierbar sind. Partner, die langfristig das Vertrauen in der Geschäftsbeziehung durch das Halten ihrer Versprechen gestärkt haben, die aber wohl auch Fehler eingestanden haben, die gibt es heute noch. Raiffeisen zum Beispiel hat bewiesen, dass man mit diesem Weg erfolgreich bleiben kann und dass es auch erfolgreich weiter geht. Wer sich um seine Saat kümmert, wird immer ernten können.

Johannes Gutmann, Sonnentor-Gründer wird interviewt von Daniela Uhlik-Kliemstein/Raiffeisenfonds
Johannes Gutmann im Interview mit Daniela Uhlik-Kliemstein/Raiffeisenfonds

Woher kommen die Ideen für einen Lebenstraum?

Raiffeisenfonds: Jetzt hast du auch diese Landlofts entwickelt, das Schlafen im Kräutergarten im Waldviertel – wie kommst du zu so vielen unterschiedlichen Ideen?

Johannes Gutmann: Wenn man einen Weg beschreitet, dann gibt es immer auch links und rechts etwas zu sehen. Dafür sollte man immer offen sein und sich sagen, da gibt es eine nette Abzweigung, schauen wir dort einmal hin. Auch wenn es nicht wirklich etwas mit dem Basisgeschäft zu tun hat. Das sind trotzdem Dinge, die die Marke unterstützen. Damit bin ich auch Regionalentwickler geworden. Nicht nur der biedere Geschäftsmann bleiben, der brav seinem Business nachrennt. So konnte ich mir viele verschiedene Strukturen aufbauen. Es kann auch immer in eine andere Richtung gedacht werden. Wenn das bei mir geht, dann geht das bei anderen auch!

Raiffeisenfonds: Vielen Dank für das anregende Gespräch! Wir wünschen dir, dass du noch viele Ideen links und rechts vom Weg verwirklichen kannst – und dass auch wir uns das Blicken über den Tellerrand von dir mitnehmen!

www.sonnentor.com

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Juli 2019

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

Bildquelle: Raiffeisen KAG, pixabay