Bericht des Weltklimarates: Die Zeit wird knapp

Herbert Perus
Veröffentlicht vor 2 Monaten 0 Likes 6 min. Lesezeit
Nachhaltigkeit
Zwei Personen fahren mit dem Tretboot in der Au und sprechen über den Bericht des Weltklimarates.

Kürzlich wurde der Bericht des Weltklimarates veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Metastudie. In dieser Studie wurden über 18.000 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Klimawandel zusammengefasst – von mehr als 600 globalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern* aus 65 Ländern.

Herbert Perus – Nachhaltigkeits- und Investmentspezialist – berichtet hier über die wichtigsten Erkenntnisse daraus!

Herbert, was ist der Bericht des Weltklimarates und warum sind die Aussagen so brisant?

Ein Stapel wissenschaftlicher Arbeiten, die die Grundlage des Berichtes des Weltklimarates bildet.

Der Bericht des Weltklimarates wird in etwa alle sechs bis acht Jahre veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Zusammenfassung wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen. Die darin enthaltenen Daten sind sozusagen evidenzbasiert, belegt. Man kann sie nicht abstreiten.

Was sind deiner Ansicht nach die wichtigsten Aussagen des Berichtes?

Der Bericht des Weltklimarates enthält einige wichtige Aussagen, aber vielleicht die wichtigste ist: der Klimawandel existiert. Auf der Erde wird es wärmer.

Eines der wichtigsten Pariser Klimaziele ist es, die weltweite Durchschnittstemperatur gegenüber vorindustriellen Werten unter zwei Grad Celsius zu halten bzw. es sollte das Ziel sein, den Anstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wir haben allerdings bereits eine Erwärmung von etwa 1,1 Grad Celsius erreicht. Es gibt somit nicht mehr viel Spielraum.

Diese Erwärmung steht übrigens eindeutig im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß. Und die größten Beitraggeber für diesen CO2-Ausstoß kommen dabei aus der fossilen Energie. Das bedeutet: aus Öl, aus Gas, aus Kohle. Da gibt es einen klaren Zusammenhang. Und diesen Zusammenhang kann man erkennen, seit es die industrielle Revolution gibt, also seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Zwei Grad wärmer, das klingt doch eigentlich gar nicht so schlimm, oder?

Da hast du recht, man freut sich manchmal über wärmere Tage. Nur leider ist es so, dass wir auf der Nordhalbkugel stärker betroffen sind als auf der Südhalbkugel. Das heißt: Wenn sich auf der gesamten Erde die Durchschnittstemperatur um zwei Grad Celsius erhöht, dann wird dies die Nordhalbkugel ungefähr doppelt so stark treffen. Wir können somit davon ausgehen, dass wir ungefähr eine Erwärmung von vier Grad Celsius erreichen werden. Und das wird jeder Einzelne von uns drastisch spüren.

Die fatalen Auswirkungen sind u. a.:

  • Hitze
  • Verlust der Biodiversität
  • Überflutungen
  • Lebensmittelunsicherheit
Das Meer stößt auf eine mit Wald bewachsene Küste. Laut Weltklimarat könnten die Meere in 100 Jahren um sieben Meter ansteigen.

Was dieser Temperaturanstieg unter anderem bedeutet, möchte ich am Beispiel der Weltmeere verdeutlichen: Wenn es wirklich zu einer Erwärmung um vier Grad Celsius kommt, werden die Weltmeere in 100 Jahren um sieben Meter ansteigen. Das heißt u.a.: Besuche Holland, solange es noch steht.

Auf die gesamte Agrarproduktion wird dies auch Auswirkungen haben?

Natürlich. Die ganze Vegetation wird sich verändern. Das hat Auswirkungen für jeden von uns.

Am Bild sind vertrocknete Maisstauden zu sehen.

Dürre und Hitze machen der Landwirtschaft – schon jetzt – schwer zu schaffen. Bewässerung kann dieses Problem kurzfristig überbrücken. Aber umso heißer es wird, umso knapper werden selbstverständlich die Wasserressourcen. Das betrifft einerseits Regionen der Erde, die schon jetzt an Wasserknappheit leiden. Jedoch gilt dies z. B. auch für Südeuropa: Bei einer Erwärmung von zwei Grad Celsius wird in etwa ein Drittel der dortigen Bevölkerung darunter leiden.

Was können wir in der Finanzindustrie machen, um diese CO2-Emissionen etwas zu verringern?

In der Finanzindustrie gibt es enormes Potential. Es würde z. B. bedeuten: nicht mehr investieren in Öl, in Gas, in Kohle. Investieren in erneuerbare Energien wie zum Beispiel Wind, Solar, Biomasse. So, wie es Raiffeisen Capital Management** eigentlich schon die letzten Jahre macht.

Wir haben unsere Fondspalette in den vergangenen Jahren kontinuierlich umgestellt und arbeiten nach wie vor daran. Anlegerinnen und Anlegern bieten wir somit die Möglichkeit, nicht nur ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten, sondern auch mit jedem investierten Euro, Einfluss auf Unternehmen zu nehmen. Sie dadurch zu einem nachhaltigeren Umgang in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung hinzuführen.

Unser Beitrag Aus Geld wird gut – Nachhaltigkeit in der Geldanlage liefert erste Eindrücke in Sachen nachhaltiger Geldanlage. Am Blog findest du aber noch viele weitere interessante Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit und wenn du in unserer umfangreiche Fondspalette stöbern möchtest, bist du im Fondsfinder genau richtig.

Vielen Dank, Herbert, für deine Ausführungen zum Bericht des Weltklimarates!

Für uns heißt es nun, die fünf “F´s” zu beachten:

  • weniger fliegen
  • weniger fahren
  • weniger Fleisch essen
  • weniger Fläche verbauen und
  • Freude haben, an einem nachhaltigen, zukunftsträchtigen, enkeltauglichen Leben.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Erstelldatum: Juni 2022.

*Aufgrund der Lesbarkeit verzichten wir im Text auf das Gendern. Sämtliche personenbezogene Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

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