Aktienfonds aus aller Welt – gemanagt in Wien?

Stephan Meier
Veröffentlicht vor 2 Jahren 5 Likes 7 min. Lesezeit
Geldanlage
Ein Blick über Wien samt Stephansdom und Karlskirche in der Abenddämmerung - Aktienfonds

Als vor 20 Jahren der Raiffeisen-EmergingMarkets-Aktien aufgelegt wurde, fragten sich nicht wenige: Ist das überhaupt sinnvoll, weltweit veranlagende Aktienfonds von Wien aus zu managen? Österreich klar, vielleicht auch noch Europa. Aber Asien oder Amerika? Nun, selbstverständlich ist es sinnvoll! Und nicht nur das. Es ist, wie man sehen kann, auch langfristig erfolgreich machbar. Vorausgesetzt, man geht systematisch und mit den richtigen „Zutaten“ an diese Aufgabe heran.

Man muss nicht (mehr) ständig und überall vor Ort sein

Heutzutage ist es nicht (mehr) erforderlich, ein weltweites Netzwerk von Büros dafür zu unterhalten. Etwa um Unternehmen in Asien, Lateinamerika oder den USA gut einschätzen zu können. Das kann zuweilen helfen, verursacht aber auch Zusatzkosten. Und diese müssen erst einmal verdient werden. Einheitlichere Bilanzierungsstandards, das weltumspannende Internet mit seiner Fülle an abrufbaren Informationen erleichtern es zunehmend, bereits aus der Ferne eine Vielzahl nützlicher Informationen zusammenzutragen. Auch die Möglichkeit von Videokonferenzen und die immer globaler werdende Präsenz selbst kleinerer und mittlerer Unternehmen helfen dabei. Für persönliche Gespräche mit wichtigen Entscheidungsträgern in den jeweiligen Unternehmen setzen sich die Fondsmanager eben ins Flugzeug. Oder es kommen Unternehmensvertreter nach Wien. Das kann anstrengend sein, ist aber lohnend und wichtig für ein möglichst fundiertes Gesamtbild der betreffenden Unternehmen.

Das Bild zeigt einen Auszug der Aktienfonds der Raiffeisen KAGStetiger Ausbau der Palette an Aktienfonds

Die Bandbreite der Aktienmärkte, die die Raiffeisen KAG selbst abdeckt, ist stetig gewachsen (siehe Infokasten). Einige global ausgerichtete Fonds wurden anfangs noch von sorgfältig ausgewählten externen Managern verwaltet. Dazu zählten etwa der Raiffeisen-Global-Aktien, der eingangs erwähnte Raiffeisen-EmergingMarkets-Aktien sowie mehrere globale Branchenfonds. Dass nicht von Beginn an alle Märkte dieser Welt selbst gemanagt wurden, hatte vor allem damit zu tun, dass die dafür nötigen eigenen Analyse-, Abwicklungs- und Managementkapazitäten geschaffen werden mussten. Auch das Markt-Know-how musste erst schrittweise aufgebaut werden. Mit Ausnahme des Raiffeisen-Pazifik-Aktien verwaltet die Raiffeisen KAG inzwischen alle ihre Publikums-Aktienfonds selbst!

Stark veränderte Informationslandschaft

Das führt zum nächsten, immer wichtiger werdenden Punkt: Auch die besten Informationen sind nur das wert, was man aus ihnen macht. Die Investmentlandschaft hat sich diesbezüglich stark verändert. Früher ließen sich Vorteile unter anderem dadurch erzielen, dass man Informationen fand und zusammentrug, die nicht alle Marktteilnehmer hatten, speziell in den Schwellenländern. Dank technologischer und regulatorischer Fortschritte ist das Spielfeld hier inzwischen sehr viel ausgeglichener. Heute kommt es vor allem darauf an, welche der unzähligen Informationen man wie verwendet. Zwei Schlüsselfaktoren dabei sind das „Wie?“ (Investmentprozess) und das „Wer?“ (Expertise, Erfahrungen und Fähigkeiten der Fondsmanager).

Langfristhorizont und die Suche nach Werthaltigkeit

Bekanntlich investieren nahezu alle Aktienfonds der Raiffeisen KAG fundamental und wertorientiert. Ebenso sind langfristiger Anlagehorizont und Fokus auf die konkreten Unternehmen sehr bedeutsam. Das ist ebenso einleuchtend im Konzept wie anspruchsvoll in der Umsetzung. Es bedeutet unter anderem, sich zeitweise gegen die Masse der immer kurzfristiger agierenden Marktteilnehmer zu stellen. Inzwischen kämpfen Algorithmen teilweise im Millisekundentakt gegeneinander, inklusive entsprechender Transaktionskosten. Unsere Fondsmanagementteams haben kein Interesse daran, sich mit derartig kurzfristig getriebenem Agieren zum Spielball größerer, ähnlich handelnder Akteure zu machen. Schließlich wird Mehrwert in den Unternehmen selbst vor allem mit langfristigem, strategisch geschicktem Vorgehen erwirtschaftet. Investoren können an diesen Unternehmen also am besten mit einem ebenso langfristigen Ansatz teilhaben.

Der Sicherheitsgedanke immer im Blickfeld

Ein sehr wichtiger Aspekt in den wertorientierten Aktienfonds ist der Sicherheitsgedanke. Der beste Schutz gegen Fehler, beispielsweise in der Analyse oder gegen unvorhergesehene negative Entwicklungen ist es, Aktien möglichst deutlich unter ihrem fairen Wert zu kaufen. So baut man automatisch eine „Sicherheitsmarge“ ein. Auch wenn sich eine solche nicht immer und überall finden lässt. Es ist schon viel gewonnen, wenn man sehr gute Unternehmen zumindest zu einem fairen Preis kauft. Unter dieser Maßgabe ist es zweitrangig, wie stark oder schwach ein Unternehmen wächst. Dass das Streben nach Werthaltigkeit das Gegenteil vom Investieren in Wachstumsaktien ist, ist ein Mythos. Es ist letztlich eine Frage des Wertes, den man bekommt, für den Preis, den man zahlt. Deswegen finden sich auch jede Menge Wachstumsunternehmen in den Aktienfonds. In einigen wie dem Raiffeisen-Technologie-Aktien oder dem Raiffeisen-Megatrends-Aktien sogar fast ausschließlich.

In Aktienfonds bringen weniger Titel oft mehr

Bunte Holzbausteine werden zusammengesetzt - AktienfondsSolche werthaltigen Aktien sind im Normalfall recht dünn gesät. Schon deshalb enthalten die Aktienfonds der Raiffeisen KAG nicht Hunderte Aktien, wie es anderswo häufig der Fall ist. „Aber was ist mit der besseren Diversifikation durch mehr Aktien im Fondsportfolio?“, mag manch einer jetzt fragen. Nun, es hat sich empirisch gezeigt, dass sich der Diversifikationseffekt jenseits von 20 bis 30 Aktien nicht mehr nennenswert erhöht. Mit sehr viel mehr Aktien würde also vor allem Ertragspotenzial abgebaut, ohne das Risiko wesentlich zu reduzieren. Mehr noch: Es ist nahezu unmöglich, hundert oder mehr Aktien ständig hautnah zu verfolgen. Wo schlummern wohl die größeren Risiken? In einem Portfolio von 30 bis 50 Unternehmen, deren Entwicklung man intensiv beobachtet und die man sehr genau kennt? Oder in einem Fonds mit Hunderten Aktien, die man bestenfalls flüchtig im Auge behalten kann? Wobei Indexfonds und etliche andere passive Strategien das ja nicht einmal versuchen.

Ein relativ konzentriertes, zahlenmäßig überschaubares Aktienportfolio hat auch aus logischen bzw. statistischen Gründen eine größere Chance, besser abzuschneiden als der Gesamtmarkt. Denn je mehr Aktien man kauft, umso mehr nähert man sich zwangsläufig dem Durchschnittsertrag aller Aktien an. Selbstverständlich gilt das auch für mögliche höhere Abweichungen nach unten. Aber die wertorientierte Aktienauswahl und, wo immer möglich, die „Sicherheitsmarge“ sollen ja gerade dafür sorgen, dass dies möglichst selten und nicht dauerhaft passiert.

Gewachsene Expertise, hohe Kontinuität

Das führt vom „Wie?“ zum „Wer?“. Charlie Munger, Investmentlegende und kongenialer Partner von Warren Buffett, meinte mit Blick auf die moderne Investmentlandschaft:

Die Menschen rechnen zu viel und denken zu wenig.“

Fürs Rechnen haben wir heutzutage eh Computer und Software zuhauf. Aber um Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen, was tatsächlich hinter all den Zahlen steht? Darin werden Menschen noch lange Zeit die Oberhand behalten.

Ein aktiver Investmentansatz steht und fällt daher mit den Personen, die ihn umsetzen. Die Raiffeisen KAG hat über viele Jahre ein stetig wachsendes Team von spezialisierten Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern aufgebaut. Und das mit einer enorm hohen personellen Kontinuität. Einige waren in „ihren“ Märkten bereits aktiv, als es noch sehr wenigen Menschen in den Sinn kam, dort überhaupt zu investieren. Heute sind es über rund zwanzig erfahrene Aktienspezialisten, die viele Länder und Regionen sowie ausgewählte Branchen und Investmentthemen kompetent abdecken.

Die eingangs erwähnte Frage, ob weltweit veranlagende Aktienfonds gemanagt in Wien Sinn machen, lässt sich abschließend einfach beantworten: Klar macht das Sinn! Und wie!

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: Juni 2019

Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH stehen unter http://www.rcm.at/ in deutscher Sprache (bei manchen Fonds die Kundeninformationsdokumente zusätzlich auch in englischer Sprache) zur Verfügung.

Alle in diesem Beitrag angeführten Fonds weisen eine erhöhte Volatilität auf, d. h., die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können.

Im Rahmen der Anlagestrategie folgender Fonds kann überwiegend (bezogen auf das damit verbundene Risiko) in Derivate investiert werden: Raiffeisen-Active-Aktien, Raiffeisen-EmergingMarkets-Aktien, Raiffeisen-Eurasien-Aktien, Raiffeisen-Europa-Aktien, Raiffeisen-Europa-SmallCap, Raiffeisen-Global-Aktien, Raiffeisen-Osteuropa-Aktien, Raiffeisen-Österreich-Aktien, Raiffeisen-Pazifik-Aktien, Raiffeisen-Russland-Aktien, Raiffeisen-US-Aktien, Raiffeisen-Energie-Aktien, Raiffeisen-HealthCare-Aktien, Raiffeisen-Infrastruktur-Aktien und Raffeisen-Technologie-Aktien.

Es ist die Anlagestrategie des Raiffeisen-Active-Aktien, überwiegend in anderen Investmentfonds anzulegen.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

Bildquelle: shutterstock