Smart investieren in die Energiewende

Stephan Meier
Veröffentlicht vor 7 Monaten 5 Likes 6 min. Lesezeit
GeldanlageNachhaltigkeit
Im Bild sind die Staumauern eines Wasserkraftwerks zu sehen. Wasserkraft als Synonym für die Energiewende.

Vor etwa einem Jahr wurde der Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien aufgelegt. Mitten in der Coronavirus-Pandemie stand den allermeisten Anlegerinnen und Anlegern* kaum der Sinn nach Klimawandel und Energiewende. Trotzdem war das Fondsmanagement überzeugt davon, dass es ein guter Zeitpunkt ist, den Fonds zu starten. Zu Recht, wie sich seither gezeigt hat.

Smarter Zeitpunkt, smartes Fondskonzept

Rückblickend startete der Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Auch wenn sich das vor einem Jahr kaum danach anfühlte. Dass das Fondsmanagement Aktien zu “Ausverkaufspreisen” einsammeln konnte, erklärt aber nur einen Teil der Wertentwicklung (diese bietet natürlich keinerlei Gewähr für die künftige Fondsperformance). Ebenso wichtig war und ist die Investmentstrategie. Und diese wird für die künftigen Ergebnisse natürlich mitentscheidend sein.

Ein Windpark als Synonym für die Energiewende.

Eine der großen Stärken des Fonds liegt darin, dass er das Thema Energiewende breit gefächert angeht. Er setzt nicht etwa nur auf eine bestimmte Gruppe von Unternehmen und Technologien.

Es sprechen viele Gründe dafür, das Thema auf mehreren verschiedenen Ebenen abzudecken:

  • Aus Gründen der Risikostreuung. Wobei sich der Fonds einem breiten Rückgang des Marktes auch nicht entziehen kann, womit Kapitalverluste möglich sind. 
  • Weil selten vorhersagbar ist, welche Anbieter und Technologien sich langfristig durchsetzen werden. DEN vermeintlichen Gewinner herauszupicken, ist daher wenig erfolgversprechend.
  • Man unnötig Investmentchancen verschenken würde, wenn man sich nur auf eine relativ kleine Gruppe von Unternehmen oder Themen fokussiert.

Energiewende: Schlüssel im Kampf gegen Klimawandel

Der Energiesektor ist für rund zwei Drittel aller Treibhausgase der Menschheit verantwortlich. Und allen Einsparbemühungen zum Trotz wird der globale Stromverbrauch weiter stark wachsen.

In den kommenden 20 Jahren schätzt man ein Wachstum von 60 Prozent.

Daran wird auch deutlich, wie gewaltig die Aufgabe ist und welch langfristiges hohes Wirtschaftspotenzial sie bietet.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

Das Fondsmanagement investiert im Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien in rund 50 verschiedene Unternehmen. Sämtliche Unternehmen müssen nicht nur dem Investmentuniversum des Fonds angehören. Sie müssen selbstverständlich auch selbst nachhaltig wirtschaften. Also die strengen Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, ohne die es kein Unternehmen in die Palette der Nachhaltigkeitsfonds der Raiffeisen KAG schafft.

Fokus liegt auf unterschiedlichsten Unternehmen

Das Investmentuniversum des Fonds lässt sich in drei Bereiche aufteilen:

1. Regenerative Stromversorger und Stromerzeuger

Dieser Gruppe, die auch den größten Anteil des Fondsvermögens umfasst, gehören vor allem Stromkonzerne mit Fokus auf regenerative Energien (Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie) und Betreiber von Solar- oder Windkraftwerken an.

2. Industrieunternehmen mit starkem Bezug zur Energiewende

Smarte Energie findet sich auch in Elektroautos

Unternehmen die Schlüsselkomponenten liefern, um Solar- und Windkraftwerke zu bauen oder Elektrofahrzeuge herzustellen. Vermeintlich „langweilige“ Unternehmen, die sich etwa mit der Gebäudesanierung befassen, zählen zum zweiten Teilbereich des Investmentuniversums.

Letzteres ist einer der Schwerpunkte im „Green New Deal“ der EU. Und das aus gutem Grund:

Drei von vier Gebäuden in der EU gelten als energetisch ineffizient!

275 Milliarden Euro sollen bis 2030 jedes Jahr im Rahmen der „EU-Renovierungsoffensive“ für ihre Sanierung ausgegeben werden. Energie nicht zu verschwenden, ist letztlich immer noch die umweltfreundlichste und nachhaltigste Lösung.

3. Technologieunternehmen

In der dritten Gruppe finden sich Technologieunternehmen, die beispielsweise Schlüsseltechnologien für die Energiewende liefern – z. B. Mikrochips für Elektroautos, Geräte zur smarten Steuerung des Energieverbrauchs, Batterietechnologien zur Energiespeicherung u.v.m.

Die Energiewende steht und fällt mit Speichertechnologien

Denn ohne leistungsfähige, langlebige und ressourcenschonend herstellbare Speichertechnologien wird die Energiewende kaum zu bewerkstelligen sein.

Wind- und Sonnenenergie sind schließlich nicht durchgehend verfügbar und sie unterliegen oft starken Schwankungen.

Das Bild zeigt Wasserstoff-Atome auf grauem Hintergrund.

Als eine Alternative zu herkömmlichen Batterien und den (schon lange betriebenen) Pumpspeicherwerken kristallisiert sich zunehmend Wasserstoff heraus. Das Grundprinzip: Mit überschüssigem Strom (beispielsweise tagsüber durch Solarkraftwerke) wird aus Wasser oder Erdgas Wasserstoff gewonnen und dieser wird gespeichert. Benötigt man die Energie, lässt man den Wasserstoff zum Beispiel mit Sauerstoff reagieren (die vielen noch aus dem Chemieunterricht bekannte Knallgasreaktion).

Gerade Wasserstoffaktien und Hersteller von Wasserstoff-Brennstoffzellen für den mobilen Einsatz erlebten im vergangenen Jahr einen regelrechten Hype. Einige davon sind auch im Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien enthalten. Doch Wasserstoff ist derzeit noch eine kleine Nische und die Aktienbewertungen in diesem Bereich sind zum Teil nur noch schwer nachzuvollziehen. Das gilt übrigens auch für die meisten Hersteller von Elektrofahrzeugen.

Dem Thema Wasserstoff haben wir bereits in der Vergangenheit einen Beitrag gewidmet: Wasserstoff als Klima-Retter?

Wer clever investiert, kann dennoch mit guten Risiko-Ertrags-Konstellationen auch vom Elektroauto-Trend profitieren. Beispielsweise indem man in Unternehmen investiert, die unverzichtbare Bauteile für die Batterien oder die Elektronik dieser Fahrzeuge liefern.

Im Bild ist ein Feld mit Solarpanelen zusehen - Sonnenenergie als Teil der Energiewende.

Eine weitere Möglichkeit des smarten Investierens in bereits sehr stark gehypte Trends bietet der bald schon exponentiell wachsende Berg von Solarpanelen. Diese müssen künftig auch recycelt werden. Mit dem massiven Ausbau der Solarstromerzeugung weltweit tut sich hier ein gewaltiger Wachstumsmarkt für spezialisierte Unternehmen auf. Recyceln mag an den Märkten weniger „in Mode“ sein und für viele Anleger weniger elektrisierend klingen als das Herstellen von Solarpanelen. Möglicherweise ist aber sogar dieses Geschäft das langfristig einträglichere und letztlich auch nachhaltigere.

Es berührt ein weiteres Investmentthema des Fonds, das auch medial immer stärkere Beachtung findet: die Kreislaufwirtschaft. So gibt es etwa Unternehmen, die Isoliermaterial für die bereits angesprochene Gebäudesanierung in hohem Umfang aus Plastikabfällen herstellen. Angefangen von weggeworfenen PET-Flaschen bis hin zu Plastikmüll aus dem Meer.

Sorgfalt eines Aktieninvestments

Wie bei allen Aktieninvestments wird es auch hier Gewinner und Verlierer geben. Nicht jedes Investment wird am Ende halten, was sich Anleger davon versprachen. Investments sind auch in diesem Bereich natürlich kein Selbstläufer, sondern bedürfen einer sorgfältigen Auswahl. Ständige Beobachtung und gegebenenfalls Anpassungen durch das Fondsmanagement sind nötig. Dementsprechend können sich die Positionierungen des Fonds auch jederzeit ändern.

Die mit Aktieninvestments grundsätzlich verbundenen Risiken gelten selbstverständlich auch für die Unternehmen, die sich im Bereich erneuerbarer Energien, effizienterer Energienutzung und den dafür benötigten Technologien und Komponenten engagieren. Dazu gehören beispielsweise hohe Kursschwankungen bis hin zu möglichen Kapitalverlusten.

Die Energiewende als Schlüsselfeld

Die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und effizienterem Energieeinsatz ist ein Schlüsselfeld im Kampf gegen Treibhausgase, Umweltverschmutzung und globale Erwärmung. Der Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien investiert in diesen Megatrend. Breit gefächert auf verschiedenen Gebieten.

1 ESG steht für Umwelt (Environment, E), Soziales (Social, S) und gute Unternehmensführung (Governance, G).

Die angeführten Einschätzungen und Positionierungen stellen eine Momentaufnahme dar und können sich jederzeit und ohne Ankündigung ändern. Sie sind keine Prognose für die künftige Entwicklung der Finanzmärkte oder für den Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Stand/Erstelldatum: April 2021

Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen-Kapitalanlage GmbH stehen unter www.rcm.at unter der Rubrik „Kurse & Dokumente“ in deutscher Sprache (bei manchen Fonds die Kundeninformationsdokumente zusätzlich auch in englischer Sprache) zur Verfügung.

Der Raiffeisen-SmartEnergy-ESG-Aktien weist eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

Bildquelle: shutterstock