Kursschwankungen an den Kapitalmärkten – was kann ich tun?

Sandra Szigeth-Popp
Veröffentlicht vor 2 Jahren 7 Likes 5 min. Lesezeit
Geldanlage

Seit Jahresbeginn sind die Märkte etwas volatiler, als wir es in den Monaten davor gewohnt waren. Was kann man nun tun, wenn die Kurve am Depot gerade nicht so rosig aussieht? Hier erfährst du, warum du auch in volatilen Zeiten nicht in Panik verfallen musst und was du stattdessen tun kannst!

Panik ist eine menschliche Reaktion

Es ist nur allzu verständlich, wenn dich der Blick auf sinkende Zahlen am Depotauszug im ersten Moment erschrecken lässt. Schwarz auf weiß zu sehen, was Kursbewegungen über einen gewissen Zeitraum mit dem eigenen Geld gemacht haben, lässt einen oftmals in Panik geraten.

Panik ist eine menschliche Reaktion, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben. In realen Gefahrensituationen, in denen Flucht oder Kampf gefragt war bzw. ist, können wir diese gut gebrauchen. Im Umgang mit der eigenen Geldanlage ist sie allerdings kein guter Ratgeber. Hier hingegen helfen sachliche Informationen und bisherige Erfahrungswerte. Über beides kann dich auch deine Raiffeisenberaterin bzw. dein Raiffeisenberater aufklären.

Sachliche Betrachtung

• Langfristiges Investment

Blick aufs Depot: Ein Fonds ist ein langfristiges Investment

Die Investition in Fonds sollte immer ein langfristiges Investment sein. Je nach Kursrisiko spricht man von einer empfohlenen Mindestbehaltedauer von drei bis zehn Jahren. Diese gibt an, in welchem Zeitraum ein Fonds kleinere, aber auch größere Kursschwankungen ausgeglichen haben sollte. Wobei wir darauf hinweisen, dass Kapitalverluste trotzdem nicht ausgeschlossen werden können.

• Gesamtbetrachtung

Auch wenn Kursverluste über einen längeren Zeitraum zu verzeichnen sind, sollte man sich vor Augen halten, dass die Veranlagung stets über die komplette Veranlagungsdauer zu betrachten ist. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die Kapitalmärkte größtenteils sehr positiv entwickelt.

Eine negative Entwicklung deines Depots über einen Zeitraum bedeutet somit nicht unbedingt, dass sich auch dein gesamtes Investment negativ entwickelt hat. Und bei vielen wird es lediglich den Gesamtertrag verringert haben – wenngleich natürlich auch das sehr schmerzlich ist.

• Was einer der erfolgreichsten Investoren macht

Mann vor Kurschart - jetzt besser nicht verkaufen trotz Blick aufs Depot

Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten, ließ zu Beginn der Coronakrise verlautbaren, dass er trotz der Krise keine Aktien verkaufen würde. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Erstens bedeutet der Verkauf von Wertpapieren, aus einem Buchverlust am Depot einen realen Verlust zu machen. Und zweitens ist er Investor, jemand, der sich mittels Aktieninvestments langfristig an Unternehmen beteiligt und sich damit verbundener Risiken bewusst ist. Über die Funktionsweise von Aktien liest du mehr in Was sind Aktien? Einfach erklärt!

Was kannst du für dein Depot tun?

Wer es einmal geschafft hat, aus dem Panikmodus auszubrechen und verstanden hat, warum es mehr Sinn macht, die Situation mit kühlen Kopf zu betrachten, kann sich weiteren Handlungsmöglichkeiten zuwenden. Betrachtet man die Rückseite der Medaille der vergangenen Kursrückgänge, erkennt man möglicherweise auch die Chancen, die sich nun für das eigene Depot ergeben können:

• Fondssparen

Im Gegensatz zu einem einmaligen Investment, kaufst du beim Fondssparen regelmäßig um einen gleichbleibenden Betrag Fondsanteile. Sind die Preise/Kurse für die Fondsanteile hoch, erhältst du weniger Fondsanteile, sind diese günstiger, gibt es ein Mehr an Anteilen. Im Beitrag Möchten auch Sie sich mittels Fondssparen Ihre Wünsche verwirklichen? erfährst du mehr zu diesem Thema.

• Fondssparer erhöhen

Solltest du bereits einen Fondssparer haben, kann es gerade jetzt sinnvoll sein, deine Ansparrate zu erhöhen. Um, wie im vorherigen Punkt erläutert, nun günstiger Fondsanteile zuzukaufen. Es gilt dabei anzumerken, dass Veranlagungen in Fonds mit höheren Risiken verbunden sind, bis hin zu Kapitalverlusten.

• Einsteigen in Tranchen

Beine gehen die Stufen hinauf - kaufen mit Stepinvest bei Raiffeisen

Niemand weiß, ob und wie weit die Märkte fallen. Ob somit gerade jetzt der passende Zeitpunkt ist, um einen größeren Betrag in Fonds zu investieren. Bei Raiffeisen gibt es deshalb die Möglichkeit des Stepinvests. Das bedeutet, du investierst auch bei einem geplanten Einmalerlag in mehreren Schritten – oder anders ausgedrückt: step by step. Warum das Sinn macht, erfährst du in deiner Raiffeisenbank oder du liest in Wie Sie den besten Kaufzeitpunkt für Fonds finden nach.

Der Blick auf dein Depot mag manchmal möglicherweise ein Gefühl der Unsicherheit und Angst erzeugen. Wenn du aber die Investition mit genau so viel Vernunft und Sachlichkeit betrachtest, wie zum Zeitpunkt der Veranlagung, wirst du die passende Entscheidung für dich treffen. Sind noch Fragen offen geblieben, ist dein Raiffeisenberater für dich da.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Erstelldatum/Aktualisierung: April 2020.

Aufgrund der Lesbarkeit wird im Text auf das Gendern verzichtet. Sämtliche personenbezogene Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Ein Investmentfonds unterliegt nicht der Einlagensicherung. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten. Die veröffentlichten Prospekte bzw. die Informationen für Anleger sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH stehen unter www.rcm.at in deutscher Sprache bzw. im Fall des Vertriebs von Anteilen im Ausland unter www.rcm-international.com in englischer (gegebenenfalls in deutscher) Sprache bzw. in Ihrer Landessprache zur Verfügung.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

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