Nachhaltigkeitspräferenzen: Wie nachhaltig willst du dein Geld anlegen?

Christoph Böck
Veröffentlicht vor 2 Wochen 6 Likes 5 min. Lesezeit
Nachhaltigkeit
Im Bild ist ein Getreidefeld in der Abendstimmung zu sehen. Die EU beweist Weitblick in der Frage von Nachhaltigkeitspräferenzen.

Die Wirtschaft soll nachhaltiger werden. Unbestritten. Gibt es doch eine Vielzahl globaler Herausforderungen zu lösen, sei es betreffend Umwelt oder in sozialen Belangen. Was hat das mit der Geldanlage zu tun? Sehr viel, denn Geldflüsse haben eine stark steuernde Wirkung auf wirtschaftliche Entwicklungen. Die EU hat Weitblick bewiesen und Regulatorien für Sustainable Finance/Nachhaltige Geldanlage geschaffen. Was in Raiffeisenbanken seit Jahren gelebte Praxis ist, wird nun ab August 2022 eine gesetzliche Notwendigkeit: Die Frage nach deinen persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen.

Nachhaltigkeitspräferenzen erfragen

Ein junges Pärchen wird von einem Mann hinsichtlich Nachhaltigkeitspräferenzen beraten.

Bereits jetzt wirst du im Rahmen einer Anlageberatung zu deinen finanziellen Verhältnissen, deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft bzw. Erfahrungen und Kenntnissen befragt. Nun wird dieses persönliche Anlegerprofil um Präferenzen hinsichtlich Nachhaltigkeit ergänzt.

Die bloße Frage, ob Nachhaltigkeit in der Veranlagung berücksichtigt werden soll, greift dabei zu kurz. Du entscheidest zukünftig, in welchem Ausmaß nachhaltige Veranlagungen in deinem Wertpapierdepot Eingang finden sollen.

Was gilt als nachhaltig?

Gesetzlich wird nach MiFID2 zwischen drei Kategorien von Anlageprodukten unterschieden:

1. Berücksichtigung von wichtigen nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren

Hierbei sind die Auswirkungen auf Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung – Englisch: Environment, Social and Governance, kurz ESG – zu berücksichtigen. Unter anderem sind dies Themen wie CO2-Fußabdruck, Wasserverbrauch oder Arbeitnehmerschutz. Im Wesentlichen können die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen durch Negativkriterien und Ausschlüsse, Positivkriterien und Engagement berücksichtigt werden.

Beispiele für Negativkriterien sind:

  • Kohleproduktion
  • Förderung von Öl und Gas
  • Atomenergie oder auch
  • Verletzung der Menschen- und Arbeitsrechte wie Kinderarbeit oder Korruption.

Unter Positivkriterien sind vor allem Investments in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche – sogenannter „Best in Class-Ansatz“ – zu verstehen.

2. Ökologisch nachhaltige Investitionen

Auf einem weitem Feld stehen viele Windräder. Im Hintergrund ein blauer Himmel.

In der EU-Taxonomie-Verordnung werden sechs Umweltziele – wie beispielsweise Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder Biodiversität – genannt. Unternehmen müssen einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung eines dieser Umweltziele leisten und dürfen gleichzeitig keines der verbleibenden Umweltziele beeinträchtigen. Produktbeispiel: Fonds, die sich auf Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien fokussieren, können in diese Kategorie fallen. Vom Gesetzgeber festgelegte Schwellenwerte definieren, ob eine unternehmerische Tätigkeit als taxonomie-konform gilt.

3. Nachhaltige Investitionen im Sinne der Offenlegungsverordnung

Gemäß EU-Offenlegungsverordnung haben Anbieter von Wertpapieren die Möglichkeit, ein eigenes Klassifizierungssystem für Umweltziele und Soziales zu kreieren und dafür spezielle Produkte anzubieten.

Produktvorschlag je nach Nachhaltigkeitspräferenz

Je nachdem für welche Kategorie du dich entscheidest, kannst du aus verschiedenen Produkten auswählen. Raiffeisen Capital Management bietet bislang 28 nachhaltige Investmentfonds – Tendenz steigend – und versucht, damit allen Nachhaltigkeitspräferenzen mit einer breiten Angebotspalette gerecht zu werden. Einen Überblick über diese Fonds verschafft dir der FondsFinder.

Wirklich nachhaltig oder „Greenwashing“?

Den Medien ist hin und wieder zu entnehmen, dass der ein oder andere Anbieter von Nachhaltigkeitsprodukten seine Produkte irreführend und unbegründet als „grün“ anpreist. Es klafft also eine große Lücke zwischen Nachhaltigkeits-Marketing und tatsächlichem Produktinhalt. Dies wird als Greenwashing bezeichnet. Der Öffentlichkeit wird dadurch ein hohes Maß an Nachhaltigkeit vorgegaukelt. Diesen Aktivitäten will der Gesetzgeber einen Riegel vorschieben, um möglichst hohe Produktsicherheit für die potenzielle Anlegerin bzw. den potenziellen Anleger* zu schaffen. Raiffeisen Capital Management wurde in einer Studie der Arbeiterkammer eine hohe Glaubwürdigkeit bei Nachhaltigkeit attestiert.

Fondsmanager Michael Huber hat in einem Interview in der Börsen-Zeitung einige Fragen zu diesem Thema beantwortet: Es reicht nicht nur, ESG-Ratings heranzuziehen.

Nachhaltigkeits-Gütesiegel sorgen für zusätzliche Orientierung

Im Bild ist das Österreichische Umweltzeichen für Nachhaltige Finanzprodukte zu sehen.

Gütesiegel sind bereits bisher eine gute, ergänzende Orientierungshilfe. Die gängigsten sind das Österreichische Umweltzeichen und das FNG-Siegel des Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG).

Sechzehn Fonds von Raiffeisen Capital Management tragen das Österreichische Umweltzeichen, fünfzehn haben drei Sterne vom Forum Nachhaltige Geldanlage verliehen bekommen. Mit welchen Gütesiegeln unsere nachhaltigen Fonds ausgestattet sind, siehst du hier auf einen Blick.

Der Weg in die Raiffeisenbank

Beraterinnen und Berater in den Raiffeisenbanken in Österreich sind bezüglich der Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen bestens geschult. Der Weg in die Raiffeisenbank zu einem umfassenden Beratungsgespräch – insbesondere bezüglich nachhaltiger Geldanlage – lohnt sich somit bestimmt für dich.

Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien. Erstelldatum: August 2022.

* Aufgrund der Lesbarkeit verzichten wir im Text auf das Gendern. Sämtliche personenbezogene Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Die Inhalte dieser Unterlage stellen weder ein Angebot, eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch eine Anlageanalyse dar. Jegliche Haftung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH im Zusammenhang mit dieser Unterlage, insbesondere betreffend Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit, ist ausgeschlossen. Hinweis für Anlegerinnen und Anleger mit anderer Heimatwährung als der Fondswährung: Wir machen darauf aufmerksam, dass die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen kann.

Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Ein Investmentfonds ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung.

Die veröffentlichten Prospekte bzw. die Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. stehen unter www.rcm.at unter der Rubrik „Kurse & Dokumente“ in deutscher Sprache (bei manchen Fonds die Kundeninformationsdokumente zusätzlich auch in englischer Sprache) bzw. im Fall des Vertriebs von Anteilen im Ausland unter www.rcm-international.com unter der Rubrik „Prices & Documents“ in englischer (gegebenenfalls in
deutscher) Sprache bzw. in Ihrer Landessprache zur Verfügung. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte steht in deutscher und englischer Sprache unter folgendem Link: https://www.rcm.at/corporategovernance zur Verfügung. Beachten Sie, dass die Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. die Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteilscheine außerhalb des Fondsdomizillandes Österreich aufheben kann.

Bitte beachten Sie, dass die Raiffeisen Kapitalanlage GmbH die Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteilscheine außerhalb des Fondsdomizillandes Österreich aufheben kann. Bitte beachten Sie, dass manche Fonds besondere („fondsspezifische“) Hinweissätze haben (etwa betreffend erhöhter Kursschwankungen, Derivateeinsatz, Master-Feeder bzw. Dachfonds-Strukturen). Diese findet man beim jeweiligen Fonds unter rcm.at/fondsuebersicht am Produktblatt.

Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH oder kurz Raiffeisen KAG

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